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Durchbrochener Polyeder
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Durchbrochener Polyeder

Wecker, Georg (1566-1636)|Drechsler

Dresden, datiert 1581 Grünes Gewölbe

Inventarnummer

II 290

Material und Technik

Elfenbein, Holz

Maße

H. 11,6 cm, Dm. Fuß 5,4 cm

Objektbezeichnung

Polyeder

Kommentar

Um den jungen Herzog Christian und auch Kurfürst August in der Drechselkunst zu unterweisen, wurde Georg Wecker 1578 als Hofdrechsler nach Dresden berufen.Vermutlich durch diese A…weiterlesen

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Kommentar

Um den jungen Herzog Christian und auch Kurfürst August in der Drechselkunst zu unterweisen, wurde Georg Wecker 1578 als Hofdrechsler nach Dresden berufen.Vermutlich durch diese Aufgabe zunächst sehr beansprucht, tritt der hochbegabte Künstler mit signierten und datierten Elfenbeindrechseleien erst ab 1581 in Erscheinung. Seine insgesamt drei Polyeder stammen aus diesem Jahr. Es sind winzige Kunststücke, die aus je einem relativ kleinen Stück Elfenbein im Ganzen heraus gedrechselt wurden. Sie bestehen aus geometrischen Gebilden mit Lochöffnungen, die von gleichmäßig abnehmender Größe und wie Schalen einer Zwiebel, jedoch gegeneinander beweglich, angeordnet sind. Die Herstellung setzte höchstes Geschick und gründliche Kenntnisse der Mathematik und Perspektivlehre voraus. Wer solch ein Stück auf der Drechselbank hervorbringen konnte, besaß außergewöhnliche Fähigkeiten und seine Könnerschaft stand außer jedem Zweifel. Es verwundert daher nicht, dass Egidius Lobenigk, der 1584 als zweiter Hofdrechsler nach Dresden berufen wurde, als erstes Werk an seiner neuen Wirkungsstätte ebenfalls einen Polyder signiert und im Jahr seines Dienstantrittes datiert hat.