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Halsbandsittich
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Halsbandsittich

Kirchner, Gottlieb (1706-1736)|Modelleur

Meissen, um 1731/40 Porzellansammlung

Inventarnummer

PE 3921

Material und Technik

Porzellan, Bemalung: Aufglasurfarben

Maße

H. 39,5 cm, B. 20,4 cm

Objektbezeichnung

Tierplastik

Kommentar

Die etwas grobe Modellierung des auf einem Felsen sitzenden Vogels mit leicht abgespreiztem Flügel ohne wesentliche Details spricht für ein Werk Kirchners, in dessen Arbeitsberic…weiterlesen

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Kommentar

Die etwas grobe Modellierung des auf einem Felsen sitzenden Vogels mit leicht abgespreiztem Flügel ohne wesentliche Details spricht für ein Werk Kirchners, in dessen Arbeitsberichten dieses jedoch nicht genannt ist. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die zoologisch richtigen Bezeichnungen damals nicht verwendet wurden und in den Produktionsnachweisen der Manufaktur lediglich von »Papagayen« die Rede ist. Dies gilt auch für die Einträge in den Inventaren des Japanischen Palais. Unter den erhaltenen Halsbandsittichen befinden sich zwei mit alten Inventarnummern, so dass sie über diese identifiziert werden können. Im Turmzimmerinventar des Residenzschlosses von I769 und in den Palais-Inventaren von I770 und 1779 heißt es unter der Nummer »N=188.w«: »zwey Papagoyen diverser Couleur auf Postament«; dieser Passus wurde nachträglich durchgestrichen, weil die Vögel anschließend in das Japanische Palais kamen, wo unter derselben Nummer insgesamt drei Halsbandsittiche verzeichnet sind: »drey Stück Papagoyen diverser Couleu/; auf Postament «. Die Dresdner Sammlung besitzt heute noch drei dieser Halsbandsittiche. Ein vierter mit der alten Inventarnummer »N=275.w« wurde 1999 an das Haus Wettin, Albertinische Linie, restituiert. Die Inventareinträge bestätigen, dass die Vögel von vornherein mit Emaillefarben bemalt waren, bei denen das Blaugrün des Federkleids dominiert, in dem die einzelnen Federn durch schwarze Konturen und Binnenzeichnung deutlicher hervorgehoben sind, während Halsband und Krallen rosa gehalten sind.