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Bildnis Kurfürst August von Sachsen
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Bildnis Kurfürst August von Sachsen

Wehme, Zacharias (1558-1606)|Maler

Dresden. 1586. Rüstkammer

Inventarnummer

H 0208

Material und Technik

Öl auf Leinwand.

Maße

122 x 94 cm

Objektbezeichnung

Gemälde

Kommentar

Kurfürst August ist in einem schwarzeisernem goldverziertem Harnisch, bewehrt mit einem goldenen Rapier sowie mit dem geschultertem Kurschwert dargestellt. Der Tod des Kurfürsten…weiterlesen

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Kommentar

Kurfürst August ist in einem schwarzeisernem goldverziertem Harnisch, bewehrt mit einem goldenen Rapier sowie mit dem geschultertem Kurschwert dargestellt. Der Tod des Kurfürsten August im Februar 1586 bildete wohl den Anlass für das von dessen Sohn, Christian I., in Auftrag gegebene repräsentative Fürstenporträt. Der dargestellte Harnisch ist der Leibharnisch Augusts von Sachsen. Beim Leichenbegängnis wurde er als Freudenkürass auf dessen Leibpferd, gefolgt von den Insignien – darunter das Kurschwert - dem kurfürstlichen Leichnam vorgeführt. Das Kurschwert hatte sich August anlässlich seiner öffentlichen Belehnung durch Kaiser Maximilian II. 1566 in Augsburg, die sich zu einer bis dahin beispiellosen Demonstration landesherrlicher Macht gestaltete, selbst neu gegeben. Bei dem im Bildnis berücksichtigten Rapier könnte es sich um jenes handeln, das auf das über den Sarg gebreitete Leichentuch mit dem großen kurfürstlich-sächsischen Gesamtwappen gelegt war. Die gezeigten Henzen sind ruhenden Händen gleich übereinander gelegt und damit analog den Händen, wie sie im Bildnis des Kurfürsten auf dem Sterbebett (Inv.-Nr. H 0117) wiedergegeben sind. Zacharias Wehme hat den Kurfürsten im Gegenspiel dazu nicht altersgebrochen, sondern bei besten Leibeskräften, gerade so, wie ihn die Nachwelt in Erinnerung behalten soll, dargestellt. Das reiche Dekorum ist bis ins besondere Detail – man beachte die Spiegelung der Halskrause in der Schwertklinge – meisterhaft ausgeführt. Die Waffen, voran das Kurschwert, bilden aufgrund ihrer dynastischen Bedeutung die tragenden Elemente des als Denkmal zu begreifenden Repräsentationsbildes. Das Kurschwert hat sich in der Dresdner Rüstkammer erhalten (Inv.-Nr. VI 0362.01).