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Förderankäufe Kulturstiftung 2015 im Kunstfonds

Förderankäufe Kulturstiftung 2015 im Kunstfonds

Förderankäufe Kulturstiftung 2015 im Kunstfonds

Alljährlich führt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Förderankäufe zur Unterstützung sächsischer Künstler/innen durch. Der Ankauf erfolgt zugunsten des Kunstfonds, SKD, der dank dieses Engagements eine seit 1992 kontinuierlich wachsende Sammlung zeitgenössischer sächsischer Kunst aufbauen konnte. 2015 wurden insgesamt 38 Werke von 27 Künstler/innen erworben. Es ist Anspruch der Förderankäufe, künstlerische Ausdrucksformen in ihrer ganzen Vielfalt zu berücksichtigen. Diesem Grundsatz folgten die Erwerbungen 2015 erstmals auch auf dem Gebiet der Performance: Neben Malerei, Grafik, Plastik, filmischen Arbeiten und Fotografie gelangten mit den Werken von Angelika Waniek und Ya-Wen Fu auch vier performative Arbeiten zum Ankauf. Inhaltlich beschäftigen sich die Werke einerseits mit formal-ästhetischen Fragestellungen, andererseits ist ein ausgeprägtes Interesse der Künstler für politisch-gesellschaftliche Themen wie Migration, Rassismus und (Sub-) Kulturen bemerkenswert.

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Die Fotobestände der SES

Die Fotobestände der SES

Die Fotobestände der SES

Die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen (SES) mit den Museumsstandorten Leipzig, Dresden und Herrnhut besitzen umfangreiche Bestände an Fotografien aus nahezu allen Regionen der Welt. Eine Auswahl wird aktuell im Rahmen des Forschungsprogramms „Europa/Welt“ – gefördert von der Museum and Research Foundation – digitalisiert und erschlossen. Zwischen 1860 und heute entstanden, gehen die Fotografien zurück auf Reisende und Forscher, Kolonialbeamte und Militärs, Seeleute und Missionare, Anthropologen und Ethnologen; viele von ihnen haben einen kolonialen Kontext. Die Aufnahmen – darunter Positive, Negative und Diapositive – geben nicht nur Aufschluss über die fotografische Entdeckung der Welt und ihrer vielfältigen Kulturen, sondern erzählen auch von den Bedingungen, unter denen sie hergestellt und verwendet wurden. Die digitale Sichtbarmachung dieser Bestände soll das darin gespeicherte visuelle Wissen insbesondere auch für die Herkunftsgesellschaften zugänglich zu machen. Die gezeigte Auswahl gewährt einen ersten Einblick in die thematische Vielfalt.

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Global statt lokal

Global statt lokal

Global statt lokal

Die Meisterwerke der Dresdener Gemäldegalerie Alte Meister konnten nur entstehen, weil Künstler, Auftraggeber und Händler über alle Landesgrenzen hinweg miteinander in Kontakt standen: So begaben sich zum Beispiel Maler auf Wanderschaft in fremde Länder und verarbeiteten die neu gewonnenen Eindrücke in ihren Bildern; exotische Früchte, Tiere und Objekte faszinierten Künstler und Auftraggeber gleichermaßen; in Venedig wurden Farben aus dem Nahen Osten gehandelt. Auch die Wege der Kunstwerke waren grenzüberschreitend: Viele wichtige Bilder erwarben die sächsischen Kurfürsten für ihre Sammlung im Ausland. Und auch heute begeistern die Gemälde der Alten Meister Kunstliebhaber aus allen Ländern der Erde – die Welt der Alten Meister war schon immer international verflochten. Unter dem Motto "Global statt lokal", das anlässlich der Museumsnacht 2015 entwickelt wurde, laden wir Sie dazu ein, die Gemälde der Alten Meister hier und vor Ort, in der Galerie, neu zu entdecken.

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Restituierte Kunstwerke in den SKD

Restituierte Kunstwerke in den SKD

Restituierte Kunstwerke in den SKD

Der NS-Kunstraub hat auch in die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden etliche Kunstwerke gebracht, die zwischen 1933 und 1945 ihren jüdischen Eigentümern abgepresst oder entzogen wurden. Auch nach 1945 gelangten Werke auf Wegen in die Museen, die aus heutiger Sicht moralisch und/oder rechtlich nicht vertretbar sind, z.B. im Rahmen der sog. Schlossbergung oder von „Republikflüchtlingen“. Die Herkunft vieler solcher Stücke konnte in den letzten Jahren durch die Mitarbeiter/innen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Rahmen des „Daphne-Projekts“ geklärt werden. Damit wurde die Grundlage für Restitutionen an die rechtmäßigen Eigentümer oder an ihre Nachfahren geschaffen. In manchen Fällen konnten die Kunstwerke für die Museen wieder erworben werden oder blieben als großzügige Schenkung hier. Diese Tour stellt eine Auswahl solcher restituierten und durch Kauf oder Schenkung in die Sammlungen zurückgekehrten Objekte vor.

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Die Theodor Bienert Sammlung

Die Theodor Bienert Sammlung

Die Theodor Bienert Sammlung

Von der Bienertmühle in Dresden-Plauen die Weißeritztäler hinauf bis ins Erzgebirge, durch die Residenzstadt Dresden, die Bergstadt Freiberg und die Burgstadt Meißen, entlang der Dörfer, Kirchen, Burgen und Schlösser an der Elbe zu den Naturschönheiten der Sächsischen und Böhmischen Schweiz und bis zu den Böhmischen Bädern führen die Zeichnungen, Kupferstiche, Radierungen, Lithographien, Photographien, Reproduktionsdrucke und Landkarten der Sammlung Theodor Bienert im Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die von bekannten und unbekannten Künstlern geschaffenen Werke trug der Mühlenerbe Theodor Bienert aus Dresden-Plauen in den ersten 20 Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer Sammlung von über 12.000 Blättern in mehr als 100 Mappen zusammen. Die topografischen Ansichten dokumentieren die Entwicklung sächsischer und böhmischer Städte, Dörfer, Sehenswürdigkeiten und Landschaften vom ausgehenden 17. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert und sind eine reiche Quelle für Heimatforscher, Denkmalpfleger, Kunsthistoriker und Kunstgenießer.

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Tragende Rollen im Grünen Gewölbe

Tragende Rollen im Grünen Gewölbe

Tragende Rollen im Grünen Gewölbe

Das Grüne Gewölbe besitzt eine Vielzahl an prunkvollen Trinkgefäßen, Trinkspielen, Nautiluspokalen, Prunkkassetten und Kabinettstücken, die von figürlichen, kreativ gestalteten Stützen getragen werden. Die "tragenden Rollen" werden dabei zumeist von mythologischen Figuren und Fabelwesen wie Tritonen, Nereiden, Satyrn, Basilisken, aber auch von Putten, Afrikanern, Bauern und Tieren gespielt. So findet man entsprechend des höfischen Geschmacks des 18. Jahrhunderts an Nautilus-, Muschel- und Seeschneckenpokalen Goldschmiedefassungen mit Fabelwesen aus dem Meer, die den Bezug auf das Element des Wassers, aus dem die exotischen Tiere stammen, spannungsvoll aufzeigen. Zu den herausragenden Kunstwerken hinsichtlich der Gestaltung des Angriffes zählen die beiden Globusträgerpokale Herkules mit den Erd- und Christophorus mit dem Himmelsglobus. Eindrucksvoll ist es den Goldschmieden hier gelungen, ein Trinkspiel mit mythologischem bzw. religiösem Inhalt zu entwerfen.

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Blicke auf Dresden

Blicke auf Dresden

Blicke auf Dresden

Der Blick auf Dresden und vor allem auf seine unvergleichliche, von der Kuppel der Frauenkirche und dem Turm der Hofkirche gekrönte Silhouette hat über Jahrhunderte hinweg Künstler fasziniert. Neben der Einzigartigkeit dieser Bauwerke ist es vor allem die Verbindung von Landschaft und Architektur, die Präsenz des Flusses mitten in der Stadt, die zur künstlerischen Auseinandersetzung herausgefordert hat und immer noch herausfordert. Ansichten von Dresden sind in den verschiedensten Medien und Techniken entstanden, nicht nur als Gemälde, Graphiken oder Fotografien, sondern auch auf Münzen und Medaillen oder auf Porzellangeschirr. Natürlich denkt man beim Blick auf Dresden zuallererst an die berühmtem Veduten von Bernardo Bellotto, genannt, Canaletto, aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die zu den Hauptwerken der Gemäldegalerie Alte Meister gehören. Aber auch andere Museen und Sammlungen der SKD besitzen ihre ganze eigenen „Blicke auf Dresden“.

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Maarten van Heemskerck. <br /> Das Nachleben der Antike

Maarten van Heemskerck.
Das Nachleben der Antike

Maarten van Heemskerck.
Das Nachleben der Antike

Maarten van Heemskerck (1498–1574) arbeitete als Maler in Haarlem. Die bekannten Zeichnungen nach antiker Skulptur und Architektur entstanden von 1532 bis 1536/37 in Rom. Hier lernte er auch die Werke der italienischen Künstler kennen, die sich in diese Tradition stellten. Zeitlebens blieben die römischen Studien ein unerschöpflicher Fundus für sein Schaffen. Von den 600 Werken des druckgraphischen Œuvres nach Heemskerck befinden sich im Kupferstich-Kabinett 478 Blätter, die in der Online Collection betrachtet werden können. Die Tour setzt eine Auswahl in Dialog zu anderen Objekten aus Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Dies sind in erster Linie Skulpturen, die Heemskercks Beschäftigung mit der Antike vor Augen führen und die Nähe seiner Werke zur Bildhauerkunst der Renaissance dokumentieren. Ebenso zeigen die Architekturdarstellungen Berührungspunkte mit der Schatzkunst, wie sie in den europäischen Kunstkammern gesammelt wurde.

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Beziehungen. Kunst zeigt Gefühl

Beziehungen. Kunst zeigt Gefühl

Beziehungen. Kunst zeigt Gefühl

In den Winterferien 2012 besuchten Schüler des Horts der 75. Grundschule die Gemäldegalerie Alte Meister sowie die Galerie Neue Meister. Anlass dafür war ein museumspädagogisches Projekt, bei dem die Aufgabe der Kinder darin bestand, selbst einmal in die Rolle von Kunstwissenschaftlern und Kuratoren zu schlüpfen und eine Sonderausstellung mit dem Thema „Beziehungen“ zu konzipieren. Für die Auswahl der Werke spielten Fragen, wie z.B. „Welche Gefühle können zwischen Menschen herrschen?“ oder „Wie kann ich Beziehungen auf einem Bild darstellen und woran kann ich sie als Betrachter erkennen?“ eine zentrale Rolle. Schnell stellte sich heraus, dass für die Kinder „die Familie“ das wichtigste Bildmotiv darstellt. Exemplarisch für Familienbildnisse steht die „Sixtinische Madonna“ von Raffael. Die harmonische Beziehung zwischen Mutter und Kind war für die Schüler besonders faszinierend. Das Ergebnis der dreitägigen Projektarbeit ist diese von den Kindern selbstständig erarbeitete Tour.

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Europäische Porträts

Europäische Porträts

Europäische Porträts

Das Abbild des Menschen, offiziell oder persönlich, gehört zu den schönsten Aufgaben der Kunst. Münzen wiesen in der Antike die Züge von Herrschern auf, wodurch der Machtanspruch markiert wird. Die Renaissance führte in Europa zur Blüte des Porträts, was die sensible Silberstiftzeichnung eines Geistlichen von van Eyck ebenso plastisch belegt wie das hinreißend frische Bildnis eines Jünglings von Pinturicchio, das das Individuum in die Landschaft einbindet. Die Werke Holbeins ermöglichen den Vergleich von unmittelbarer Studie und mittelbarerem Gemälde. Louis Silvestre zeigt die barocke Pracht, in der das Individuum hinter Repräsentationsgesten zurücktritt. Graff brilliert lebenslang neugierig im Selbstbildnis. Vogelstein überrascht durch das Ambiente als Lebenswelt – und wurde jüngst von Elisabeth Brockmann zum Vorbild genommen. Die Fotografie changiert zwischen gestelltem Einzel- und journalistischem Gruppenbild: Trotz neuer Medien bleibt der Mensch eines der höchsten Sujets der Kunst.

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Bildnisse der Neuen Sachlichkeit

Bildnisse der Neuen Sachlichkeit

Bildnisse der Neuen Sachlichkeit

Zum Bestand der Galerie Neue Meister gehören zahlreiche, sehenswerte Bildnisse aus den 1920er und 1930er Jahren. In der Kunst der Weimarer Republik, die unter dem Schlagwort der „Neuen Sachlichkeit“ eine prosaische Annäherung an die Lebenswirklichkeit unternahm, spielte das Porträt eine wichtige Rolle. In den Bildnissen jener Jahre, die sich häufig an der Maltechnik und den Kompositionsprinzipien der Alten Meister orientierten, steht die genaue, ungeschönte Wiedergabe der individuellen Züge des Modells im Vordergrund, die unvermeidliche Spuren des Lebens und Alterns einschließt. In der Dresdner Malerei der 1920er Jahre überwiegen die Bildnisse von Mädchen und Frauen. Der damals sehr populäre Motivkreis umfasst mit sozialkritischer Tendenz beobachtete Darstellungen von Arbeiterfrauen ebenso wie den Typus der „neuen“, selbstbewussten und unabhängigen Frau und reicht bis zu modischen Salonbildern, die einem glamourösen Schönheitsideal der Goldenen Zwanziger folgten.

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Skulptur im neuen Albertinum

Skulptur im neuen Albertinum

Skulptur im neuen Albertinum

Die Skulpturensammlung im Albertinum zeigt Kunst vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Im hellen Mosaiksaal und im sinnlich konzipierten Klingersaal wird die weiße Skulptur des Klassizismus der bunten Kunst des Fin de Siècle gegenübergestellt. Der Besucher kann hier zwei ganz unterschiedliche Epochen durchschreiten und erhält, ohne dass es erklärender Worte bedarf, Einblicke in die Kunstentwicklung jener Zeit. Im Erdgeschoss wird der Rundgang in einer lichten Renaissancehalle fortgesetzt. Beginnend mit den Werken Auguste Rodins, der das Zeitalter der modernen Skulptur einläutete, gelangt man von der klassischen Moderne über die Skulptur nach 1945 mit Arbeiten aus der DDR zur Kunst der Gegenwart. Ein weiterer Sammlungsschwerpunkt offenbart sich in gläsernen Schaudepots, die antike und barocke Meisterwerke zeigen. In einigen Räumen treten Arbeiten zeitgenössischer Künstler – mal unauffällig, mal exponiert – mit Werken vergangener Jahrhunderte in einen spannungsvollen Dialog.

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