Deckelschale mit zwei Henkeln

Material und Technik
Abmessungen
H. mit Deckel: 6,2 cm, H. ohne Deckel: 4,3 cm, B. 20,8 cm, T. 17,1 cm, D. Fuß: 9,0 cm
Inventarnummer
PE 6852 a, b
Noch vor der Nacherfindung des weißen Porzellans aus China gelang dem Alchemisten Johann Friedrich Böttger gemeinsam mit dem Naturforscher Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und dem Bergrat Gottfried Pabst von Ohain 1706 die Herstellung eines besonders harten Steinzeugs, das heute allein Böttgers Namen trägt. Im polierten Zustand erinnert das rotbraune Material an den Schmuckstein Jaspis, weswegen es im 18. Jahrhundert auch als Jaspisporzellan bezeichnet wurde.

Die flache Schale mit Deckel wurde auf einer Töpferscheibe gedreht, wie sie in Europa schon Jahrhunderte lang benutzt wurde. Die Herstellungsweise war den hiesigen Handwerkern demnach wohlbekannt. Die raffiniert geformten Henkel wurden in einem zweiten Arbeitsschritt an den gedrehten Korpus angesetzt. Aus dem Inventar von 1779 erfahren wir, dass es sich um eine "Suppen Schale" handelt. Das Löchlein im Deckel diente wohl dazu, einen Handgriff aus einem anderen Material aufzumontieren.

Die Reste der Palaisnummer auf der Unterseite weisen das Stück als Teil der historischen Sammlung Augusts des Starken und Augusts III. im Japanischen Palais aus.
(Sabine Peinelt-Schmidt, 2021)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Ungemarkt
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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