Plastik: Budai mit Teegeschirr

Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
H. 8,7 cm, B. 6,9 cm, T. 5,8 cm, B. Fuß: 6,8 cm, T. Fuß: 5,3 cm
Inventarnummer
PE 2183
Die sitzende Figur stellt den buddhistischen Bodhisattva Budai dar. Der dickbäuchige, kahlköpfige, lachende Mann in locker übergeworfener, weitärmliger Mönchskleidung wurde im chinesischen Volksglauben als Glücksgott verehrt. Im Inventar der königlichen Sammlung wurden die Meissener Budai-Figuren als „Pagoden, so zum Räuchern dienen“ eingetragen. „Pagode“ bezeichnete im damaligen Sprachgebrauch mit durchaus abfälligem Unterton sowohl „heidnische“ Tempel in China und Indien als auch die darin verehrten Götterfiguren. Auf religiöse Rituale verweist auch die Funktion der Meissener Figuren als Duftstoffbrenner, wobei der Rauch aus den offenen Mündern der lachenden Budai entweichen sollte.
In der Frühzeit der Meissener Manufaktur wurden zwei unterschiedliche Budai-Modelle sowohl in Steinzeug als auch in Porzellan gefertigt. In diesem Fall handelt es sich um das vermutlich ältere der beiden Modelle, das unmittelbar einem chinesischen Vorbild nachgeahmte ist und von dem die Dresdner Porzellansammlung auch eine frühe Ausformung besitzt (vgl. Inv. Nr. PE 2186). „Bagoden nebst den dazugehörigen Thee-Geschirren“ wurden erst ab November 1724 gefertigt, weshalb diese Figur erst in die zweite Hälfte der 1720er Jahre zu datieren ist. Zwei Jahrzehnte lang erfreuten sich die Meissener Budais großer Beliebtheit. Aus erhaltenen Arbeitsberichten der Former für die Jahre 1722 bis 1728 geht hervor, dass allein in diesem Zeitraum mehr als 1.600 „Pagoden“ in Meissen gefertigt wurden.
Die Palaisnummer auf der Unterseite weist die Figur als Teil der historischen Sammlung Augusts des Starken und Augusts III. im Japanischen Palais aus. (Julia Weber, 2021)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Ungemarkt
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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