Knochenschrein (sandung)

Ort, Datierung
Indonesien, Borneo, Kalimantan, Melawi-Fluss, vor 1950
Material und Technik
Abmessungen
107,0 x 223,0 x 113,0 cm, 62 kg
Inventarnummer
73920
Knochenschreine oder Beinhäuschen wurden bei verschiedenen Völkern Borneos anlässlich großer Totenfeste, die meist Jahre nach der Erstbestattung stattfanden, errichtet. Während des zentralen, die Totenseele ins Jenseits geleitenden Rituals, überführte man die exhumierten Gebeine in den Schrein. Der Dachdekor dieses Schreins vereint Gottheiten der Ober- und Unterwelt (Nashornvogel und Wasserschlange) in einem Wesen. Der erst 1997 aus einer Privatsammlung erworbene Knochenschrein war bei den Ot Danum-Bevölkerung in Gebrauch.
(MVD, Petra Martin)
Kultureller Kontext
Dayak
Literatur
Melanie Augstein; Ines Beilke-Voigt; u.a.: Tod & Ritual. Kulturen von Abschied und Erinnerung,in: Ausstellungskataloge des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz, Band 1, Ausst.-Kat, hg. v. Jens Beutmann; Jasmin Kaiser; Gabriela Manschus; Sabine Wolfram, Chemnitz 2017, 191, Nr. 101

Claus Deimel: Schätze aus Indonesien und der Südsee : die Schenkungen Baessler und Arnhold, Dresden 2006, Seite 99, Abb. 110 (farbig)
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