Hilfsgeist mit einem Bein (Mangis)

Stötzner, Walther (1882-1965) - Sammler
Ort, Datierung
China, Mandschurei, Mergen (heute Nenjiang), vor 1927
Abmessungen
21,0 x 4,0 x 2,4 cm
Inventarnummer
46447
Das Museum für Völkerkunde Dresden bewahrt eine umfangreiche Sammlung zur Kultur der tungusischen Mergen-Oroqen, einer Gruppe pferdehaltender Jagdnomaden aus dem oberen Flußgebiet des Nen Jiang in Nordostchina (Mandschurei), die heute nicht mehr als eigenständige Lokalgruppe existieren. Der Asienforscher Walther Stötzner trug die Sammlung während seiner Forschungsreise in die Nordmandschurei in den Jahren 1927/28 zusammen. Dazu gehören Kleidung, Objekte des täglichen Gebrauchs, Geisterbildnisse und Geisterfiguren aus Holz.
Geister spielten bei den Mergen-Oroqen eine prominente Rolle. Sie galten als körperlose und unsichtbare Wesen. Die Menschen stellten die Geisterwesen daher auf Bildern oder als kleine Holzfiguren dar. Die wohl ältesten holzgeschnitzten Geister, die meist in einer Gruppe aus 12 Figuren zusammengefasst wurden, heißen „Malugeister“. Sie sollten bei Krankheiten und auf der Jagd helfen. Dieser einbeinige Hilfsgeist soll in einem Kampf verstümmelt worden sein. (MVD, Eva Göttke, 28.10.2019)
Kultureller Kontext
Solonen
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