Ort, Datierung
Abmessungen
H 28,0 cm, B 16,0 cm, T 13,8 cm; dreieckiger Sockel: Seitenlänge 14,0 cm
Inventarnummer
VI 158
Unter August dem Starken ist in Dresden eine kurze Blütezeit prunkvoller Uhrengehäuse aus vergoldetem Silber und Edelsteinbesatz zu beobachten. Die Gebrauchsfunktion trat bei diesen repräsentativen Juwelierarbeiten natürlich hinter ihrem Schauwert zurück. Die benötigten Gangwerke führte man häufig aus anderen Ländern ein. Besonders Johann Heinrich Köhler, der in den 1720er Jahren zeitweise zum bevorzugtesten Goldschmied Augusts des Starken avancierte, setzte alles daran, die Sammelleidenschaft seines Auftraggebers mit phantasievollen und außergewöhnlichen Stücken zu befriedigen. Von dem Dresdner Uhrmacher Johann Gottlieb Graupner stammt das Werk der mit einem Minuten- und Stundenwerk ausgestatteten Hängeuhr, die Johann Heinrich Köhler nach Ausweis des Pretioseninventars 1725 zum Preis von 300 Talern lieferte. Die an einem Obelisken hängende rautenförmige Uhr wird von einem Baldachin überspannt und zeigt oberhalb und unterhalb des Ziffernblatts »zwey emaillirte Frauenzimmer Brust Bildergen«. Die bald nach der Ersteinrichtung des Grünen Gewölbes von August dem Starken erworbene Prunkuhr fand später ihren Platz im Eck-Kabinett.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Uhrwerk signiert: "I. G. Graupner 13 Dresden"
Reproduktionsrechte
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