Ahnenfigur

Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
49 x 17 x 17 cm, 2545 g
Inventarnummer
82353
Als eine zahlenmäßig kleine Bevölkerung von nur wenigen Tausend leben die Mambilla auf einem zum Adamaua-Bergland gehörenden Plateau im Osten Nigerias und über die Grenze zu Kamerun. Die Bewohner dieses abgelegenen Gebietes haben bis heute eine auf Feldbau basierende Lebensweise bewahrt, die eng mit jahreszeitlichen Riten und Festen sowie mit der Ahnenverehrung verbunden ist. Zu diesen Anlässen fertigt man stilisierte, zuweilen stark abstrahierte Masken und Figuren mit auffälligem schwarz-weiß-roten Farbauftrag. Während die Masken zumeist Tiergestalten repräsentieren, verkörpern die gedrungenen Figuren mit oft weißen Gesichtern, offenen Augen und Mündern sowie angewinkelten Armen anthropomorphe Wesen. Die weiße Gesichtsfarbe verweist auf die Verstorbenen, die zu Ahnen geworden sind und die nun lenkend und beschützend in das Leben der Menschen eingreifen. Geballte Kraft, Vitalität, aber auch Macht und Aggressivität wehren Gefahren ab und beeindrucken den Betrachter. In dieser sehr lebendig wirkenden Ausstrahlung und als ein Zeichen erinnern sie ihn an seine Verpflichtungen gegenüber den Ahnen (in Form von Opfergaben) genauso wie gegenüber der sozialen Gemeinschaft, in die er eingebunden ist.
Das Objekt wurde dem Dresdner Völkerkundemuseum von dem Berliner Sammler von afrikanischer Kunst Karl-Heinz Grunwald als Schenkung übergeben.
Kultureller Kontext
Mambila
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