Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer F 1981-1/27.54

Katholische Kirche, Apia - Folge "Sammlung Morgenstern"

unbekannt - Fotograf Morgenstern, H. (2. Hälfte 19. Jh.) - Sammler
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
11,4 x 15,8 cm
Inventarnummer
F 1981-1/27.54
Im Jahr 1981 übernahm das Dresdner Museum für Völkerkunde einen umfangreichen Bestand an historischen Fotografien aus dem Kreismuseum Burg Mylau im sächsischen Vogtland. Das Museum ging in seinen Ursprüngen auf den 1876 gegründeten Mylauer Naturkundeverein zurück. Sammlungsschwerpunkte lagen zunächst auf Naturkunde, Mineralogie und Ethnologie, später kamen kulturhistorische und volkskundliche Objekte hinzu. 1956 wurde die Einrichtung mit dem Museum Reichenbach zum Kreismuseum Reichenbach (1990 aufgelöst) zusammengeführt.
Die rund 850 Bilddokumente zählen zur sogenannten Reise- oder Souvenirfotografie. Sie entstanden in Ländern wie Italien, Griechenland, Ägypten, dem Osmanischen Reich, aber auch in Indien, Japan und China, die im Zuge des expandierenden Tourismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von westlichen beziehungsweise europäischen Reisenden besucht wurden. Gefertigt wurden sie von vor Ort tätigen professionellen Fotografen, die meist aus Europa stammten, darunter die Gebrüder Zangaki, Alary & Geyser oder Hippolyte Arnoux. Der Anspruch der Fotografen, Landesspezifisches zu dokumentieren, ist oft nicht zu trennen von den Erwartungen der Reisenden, die man zu erfüllen suchte: In der visuellen Konstruktion von Exotik und Fremdheit verschwimmen die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion.
Viele Fotografien des Mylau-Bestands wurden auf Karton kaschiert und mit Bildunterschriften versehen. Über identische Formate, Etiketten oder Handschriften können die Aufnahmen in einzelne Konvolute gruppiert werden, auch wenn man in nur wenigen Fällen weiß, in wessen Besitz sie sich ehemals befanden. Zu den überlieferten Namen zählen etwa der des Marine-Oberstabsingenieurs H. Morgenstern, der vermutlich während seines Dienstes auf dem Vermessungsschiff SMS Möwe rund 130 Fotografien zusammentrug, oder des in Transvaal tätigen Münzmeisters Otto Simon, auf den ein Fotoalbum mit 92 Motiven aus Südafrika zurückgeht.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
verso: bez. mit Bleistift u. li.: "Apia, / Katholische Kirche"
Reproduktion
Wenn Sie Abbildungen dieses Objektes nutzen möchten, nehmen Sie bitte hier mit uns Kontakt auf. Auch Objekte, die aus ethischen Gründen ausgeblendet sind, können bei begründetem Interesse mit diesem Formular angefragt werden.
Feedback
Wenn Sie zusätzliche Informationen zu diesem Objekt haben oder einen Fehler entdeckt haben, dann schreiben Sie uns: Anmerkung verfassen
Weitere Objekte, die Sie interessieren könnten, aus den Rubriken:
Fotografie

Sultan Mahmud II. (1785-1839)

unbekannt
Gemäldegalerie Alte Meister
Weitere interessante Objekte
Sultan Mahmud II. (1785-1839)
unbekannt
Gemäldegalerie Alte Meister
Museum für Völkerkunde Dresden

Steinartefakt der Moajägerkultur

uns nicht bekannt
Museum für Völkerkunde Dresden
Weitere interessante Objekte
Steinartefakt der Moajägerkultur
uns nicht bekannt
Museum für Völkerkunde Dresden
unbekannt

Zusammengebundene Ananasblätter dienen als Arbeitsschutz, Brillo Nuevo

Hartwig, Werner
GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Weitere interessante Objekte
Zusammengebundene Ananasblätter dienen als Arbeitsschutz, Brillo Nuevo
Hartwig, Werner
GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Zum Seitenanfang