Abmessungen
9,0 x 14,0 cm, Albumseite: 22,5 x 27,5 cm
Inventarnummer
PhNAm 973
Eine Postkarte mit Darstellung dreier indigener Männer, die Schlangen tragenm. Der Bildtitel "ein indianischer Schlangentanz" lässt vermuten, dass es sich um den Hopi-Snake Dance handeln könnte, der im späten 19. Jahrhundert bis in die 1920er Jahre ein Touristenmagnet in Arizona war, bis traditionelle Gruppen aus Pietätsgründen die Öffentlichkeit von der Zeremonie ausschlossen.
Die ersten Postkarten wurden in England um 1840 mit aufgeklebten Briefmarken verschickt. In Deutschland gab es die ersten um 1870. Ab 1885 wurden Postkarten international zugelassen, besonders Ansichtskarten wurden nun bis zum Ersten Weltkrieg millionenfach jährlich verschickt. Beeinflusst durch Kolonialismus, europäische Auswanderung, sowie aufkommenden Massentourismus gehörten exotisierende Szenen aus Übersee, besonders auch völkerkundliche Darstellungen, zu den Kernmotiven. "Indianer" und Cowboy-Motive dienten in den USA ab 1900 als Werbemittel zur wirtschaftlichen und touristischen Erschließung des Westens und Floridas. Beliebt waren dabei Häuptlingsportraits, Bezüge auf historische Begebenheiten, und romantisierender Kitsch.
Deutschland war ein weltweites Zentrum der Postkartenproduktion. Die Druckereien förderten zudem die Sammelleidenschaft und produzierten Motivreihen nach Themengruppen ebenso wie hochwertige Alben zur Aufbewahrung. Die erste deutsche "Ausstellung illustrierter Postkarten" fand 1898 am Grassi Museum in Leipzig statt. (MVL, Frank Usbeck, 13.11.2020)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
bez. im Druck u. li.: "Indian Snake Dance"
Reproduktion
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