Sakeflasche

Abmessungen
H. ohne Deckel: 19,3 cm, B. 8,7 cm, T. 8,7 cm, B. Fuß: 5,1 cm, T. Fuß: 4,9 cm
Ort, Datierung
Inventarnummer
PE 887
Diese sogenannten Sakeflaschen benutzt man in Japan für den warm und kalt getrunkenen Reiswein, den "Sake". Im Inventar der Porzellansammlung von 1721 wird diese Art von Gefäß als "viereckigte Bouteillen", Flaschen, bezeichnet. Schon vor 1722 sind sie in die königliche Sammlung eingereiht worden. Die ersten dieser Stücke kamen wahrscheinlich schon 1719 in das Holländische Palais. Dort fand im August 1719 die überaus prunkvolle Hochzeit des Kronprinzen, des späteren August III., mit der österreichischen Kaisertochter Maria Josepha statt und alles, was zur repräsentativen Ausstattung des Porzellanschlosses dienen konnte, wurde herbeigeschafft.
Die zeitlos schöne Form der Sakeflaschen benutzte man lange in der Manufaktur. Zunächst wurde sie in Böttgersteinzeug ausgeformt und ganz verschieden dekoriert. Das hart gebrannte Material konnte matt belassen, aber auch poliert und graviert werden. Bei einigen Stücken wurde der rotbraune Scherben mit einer schwarz glänzenden Glasur überzogen und mit Farben bemalt. Auch die Ausformung in Porzellan bot mehrere Möglichkeiten der Verzierung. Die glatte Fläche konnte mit Reliefs oder mit freihändig modellierten Blumen und Früchten belegt werden. In späterer Zeit findet man sie mit farbigen Fonds und mit Schmelzfarbenmalerei.
(Anette Loesch 2006)
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