Kanne in Form eines Schiffes

Schreiber, Georg (1600-) - Bernsteinschnitzer
Ort, Datierung
Abmessungen
H 22,3 cm, B 21,8 cm, T 9,7 cm, Fuß B 8,6 cm, T 6,1 cm
Inventarnummer
III 82
1662 wird die »als eine Schnecke oder Schifflein« geformte Kanne als Zugang zur Dresdner Kunstkammer verzeichnet. Sie besteht aus dünnen Bernsteinplatten, die durch schmale, vergoldete Silberleisten ihre originelle Gestalt, aber auch Stabilität erhielt. Die Bernsteinsegmente sind mit Blumen, Früchten, Grotesken und Ranken en relief verziert und passgerecht in die Fassung eingesetzt. Die größeren Platten zu beiden Seiten des Eingusses, der freilich nie einen praktischen Sinne hatte, zeigen die allegorischen Gestalten von Europa und Asia. Auf den gebogenen Silberleisten, die den Ausguss bilden, hocken zwei vollkommen identische Drachen, die aus dünnem Silberblech herausgesägt, graviert und vergoldet sind. Den Deckel zierten ursprünglich die Figuren von Neptun und Orpheus aus hellem Knochenbernstein, die verloren oder entzwei gingen. Frühestens 1880 ersetzte man das Fehlende durch den kleinen lagernden Putto. Die Kanne wie auch ein dazugehöriges Becken (siehe Inv. Nr. III 86), ebenfalls im Bernsteinkabinett des Grünen Gewölbes zu bewundern, gehören zu den wohl schönsten Werken von Georg Schreiber. Er war ein vielbeschäftigter und gefragter Künstler und gehörte zu den ersten beiden Meistern der Bernsteindreherzunft in Königsberg, die 1641 mit Erlaubnis Friedrich Wilhelms von Brandenburg (reg. 1640-1688) gegründet worden war.
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