Teekännchen

Baur, Tobias | Goldschmied Goldrubinglas war als Behältnis für heiße Getränke durchaus geeignet, wie die zahlreich überlieferten Teekannen mit Fassungen vom Ende des 17. bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts belegen. Die in der Eremitage (St. Petersburg), im Bayerischen Nationalmuseum (München) und andernorts erhaltenen Gefäße wie auch das hier gezeigte Exemplar entsprechen weitgehend dem noch heute geläufigen Teekannentypus. Ihre praktische Nutzung dürfte jedoch eher selten gewesen sein. Vor allem waren sie kostbare Sammlungsstücke, die durch ihre bewusst zurückhaltend gestalteten Silbermontierungen ein besonders elegantes Erscheinungsbild erhielten. Im Inventar der Pretiosen des Grünen Gewölbes von 1725 waren 59 unterschiedliche Gefäße aus Goldrubinglas verzeichnet. 1733 umfasste der Bestand bereits 83 Gefäße, die im Wappenzimmer des Grünen Gewölbes auf Tischen und Konsolen Aufstellung fanden. 1738 und 1746 gelangten noch drei Rubingläser in die Schatzkammer. Der Verlust von insgesamt fünf Stücken, die 1734/1738 zu Bruch gingen, wurde durch eine Neuerwerbung 1927 und drei weitere 1968 (siehe Inv. nr. 1968/1) ausgefüllt. Damit gehört allein dieser Sammlungsbestand des Grünen Gewölbes weltweit zu den bedeutendsten und umfangreichsten.
Material und Technik
Abmessungen
H 12,0 cm; B 17,7 cm; T (Dm Kanne) 12,1 cm, Dm Fuß 9,5 cm
Inventarnummer
IV 209
Reproduktionsrechte
Wenn Sie Reproduktionsrechte an diesem Objekt erwerben wollen, nehmen Sie bitte hier mit uns Kontakt auf.
Feedback
Wenn Sie zusätzliche Informationen zu diesem Objekt haben oder einen Fehler entdeckt haben, dann schreiben Sie uns: Anmerkung verfassen
Auch interessant

Deckelbüchse

Baur, Tobias

Deckelbüchse
Deckelbüchse Baur, Tobias

Hutaigrette aus der Karneolgarnitur

Dinglinger, Johann Melchior

Hutaigrette aus der Karneolgarnitur
Hutaigrette aus der Karneolgarnitur Dinglinger, Johann Melchior

Eisenschnittkanne

Dinglinger, Johann Melchior

Eisenschnittkanne
Eisenschnittkanne Dinglinger, Johann Melchior
Zum Seitenanfang