Weibliche Büste

Abmessungen
55,7 x 34,5 x 16,3 cm; Sockel: B:13,6 x T: 14,0 cm
Inventarnummer
V 592
Wegen der sächsichen Herkunft des Amethysts und stilistischen Bezügen wurde der Entwurf dieser Büste lange Zeit dem Dresdner Hofbildhauer Paul Heermann und der Steinschnitt Johann Christoph Hübner zugeschrieben. Mittlerweile kamen jedoch Quellen ans Licht, die belegen, dass das ungewöhnliche Werk von Baron Raymond Leplat im Auftrag Augusts des Starken in Italien erworben wurde. Der Architekt und Kunstintendant kümmerte sich in dessen Auftrag um die Ausstattung der königlichen Paläste in Dresden und Warschau. Die Amethystbüste fand er in Rom. Sie gehörte dem jesuitischen Kardinal Gualtieri, dessen Sammlung damals als eine der schönsten in der Stadt galt. Nach dessen Tod musste sie von den Erben verkauft werden, um die Schulden des Kardinals zu tilgen, so dass LePlat 1728 die Büste, die höchstwahrscheinlich in einer Florentiner Werkstatt entstand, für 800 Scudi erwerben konnte.
Das skulpturale Meisterwerk aus Amethyst stand 1733 an repräsentativer Stelle auf einem Tisch in einer der Fensternischen des Pretiosensaales im Grünen Gewölbe. Mit der Wiedereinrichtung des barocken Grünen Gewölbes 2006 kehrte die Büste an ihren, durch das Inventar genau bestimmten einstigen Standort zurück.
Reproduktionsrechte
Wenn Sie Reproduktionsrechte an diesem Objekt erwerben wollen, nehmen Sie bitte hier mit uns Kontakt auf.
Feedback
Wenn Sie zusätzliche Informationen zu diesem Objekt haben oder einen Fehler entdeckt haben, dann schreiben Sie uns: Anmerkung verfassen
Auch interessant

Perlmutterbecken

Schmidt, Nicolaus
Grünes Gewölbe
Perlmutterbecken
Perlmutterbecken
Schmidt, Nicolaus
Grünes Gewölbe

Jaspisbüste einer römischen Kaiserin

Döring, Gottfried
Grünes Gewölbe
Jaspisbüste einer römischen Kaiserin
Jaspisbüste einer römischen Kaiserin
Döring, Gottfried
Grünes Gewölbe
Zum Seitenanfang