Hauptbild des Objekts
Ort, Datierung
Abmessungen
Hirschfänger: L 80,0 cm; Gefäß: H 15,0 cm, Scheide: L 63,5 cm
Inventarnummer
VIII 144
Der zur Smaragdgarnitur gehörige Hirschfänger wird trotz seiner prächtigen Ausstattung den funktionalen Ansprüchen einer Jagdwaffe eher gerecht, als derjenige der Karneolgarnitur (VIII 240). Johann Melchior Dinglinger schuf mit diesem Hirschfänger ein Juwelenkunstwerk von außergewöhnlichem Rang, dessen sorgfältige Details mit zu den schönsten Bestandteilen des Juwelenschatzes August des Starken gehören. Der kompakte Griff des Hirschfängers besteht aus einem hellbraunen Achat, in den gewundene Rillen eingeschnitten wurden. In der für die Prunkwaffen Dinglingers typischen Form sind in diese Rillen gedrehte Goldschnüre eingelegt. Mehrfach variierte der Künstler das Motiv der Jagd. Man entdeckt in Gold gegossene Köpfe exotischer Löwen und sorgfältig gestaltetes Wild der heimischen Wälder. Die Verzierung der Stahlklinge mit beidseitig gestochenen Jagddarstellungen – gejagt wird vor allem Rotwild, aber auch Bär, Wildschwein, Fuchs und Hase – schuf, wie bei dem Hirschfänger der Karneolgarnitur, der Dresdner Hofkupferstecher Moritz Bodenehr. Er signierte und datierte die Klingenrückseite mit „1717. Bodenehr fecit“. Ursprünglich bildete der virtuos gestaltete Hirschfänger mit dem 1737 zerbrochenen Hofdegen und der Jagdpeitsche eine gestalterische Einheit, die die Schmuckgarnitur mit der Hofjagd und zugleich mit der auf Nahbetrachtung ausgerichteten Schatzkunst verband. Der Hirschfänger der Smaragdgarnitur ist nicht nur ein prachtvolles, sondern auch materiell wertvolles Kunstwerk. Er ist mit 9 großen Smaragden und 78 kleinen Brillanten besetzt, die durchdachte Akzente setzen. Zunächst befand sich auf der Achatmuschel des Schutzes ein großer Diamant über einer roten Folie. 1722 wurde er durch einen von August den Starken in Warschau erworbenen, besonders schönen Smaragdcabochon ersetzt.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Klinge signiert und datiert: "1717. Bodenehr fecit"
Reproduktion
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