Runde Dose als "Steinkabinett" mit Verzeichnis

Neuber, Johann Christian (1735-1808) - Juwelier
Abmessungen
H 3,1 cm, Dm 7,5 cm
Ort, Datierung
Inventarnummer
V 628
Der fast zwanzig Jahre zum Grünen Gewölbe gehörende Dresdner Hofjuwelier Johann Christian Neuber wurde durch seinen Schwiegervater Heinrich Taddel (siehe Inv.Nr. 1937/2) zur Fertigung seiner berühmt gewordenen Golddosen mit Edelsteineinlagen angeregt. Die bis heute begehrten Kostbarkeiten von "Neuber à Dresde" entsprachen einem bereits klassizistisch geprägten Bedürfnis an luxuriösen Galanteriewaren und sollten zugleich als dekorative Lithotheken verstanden werden. Zur Dose gehört eine handgeschriebene, in Französisch verfasste »SPECIFICATION«. Dieses Verzeichnis beinhaltet, nach Nummern geordnet, sowohl die Bezeichnungen als auch die sächsischen Fundorte aller präzis und kunstvoll gefassten Edelsteinplättchen. Auf den Goldstegen der Dose sind diese Zahlen eingraviert, sodass man leicht im Verzeichnis nachlesen konnte. Die drei Dosen Neubers im Besitz des Grünen Gewölbes sind Erwerbungen der Jahre 1911, 1924 und 1933.
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