Abmessungen
H 9,6 cm; Postament: B 14,2 cm, T 9,0 cm
Inventarnummer
VI 188
Mit den Elfenbeinstatuetten von Handwerkern und Händlern hält die Sphäre des bürgerlichen Lebens Einzug in die königliche Schatzkunstsammlung. Ihre Entstehung dürfte maßgeblich von dem höfischen Festwesen jener Zeit motiviert gewesen sein. Bei den Verkleidungsbanketten, den "Wirtschaften", schlüpfte die vornehme Hofgesellschaft in die Rolle einfacher Handwerksleute, die es erlaubte, die strengen Regeln des Zeremoniells zumindest zeitweise zu lockern. Ein 1709 in Berlin abgehaltenes Fest etwa wurde als "Scherenschleifer-Wirtschaft" bekannt, da ein Gast als ungewohnt scharfzüngiger Scherenschleifer auftrat und einige der Anwesenden auf humorvolle Weise bloßstellte (»Trägt’s mit den Scheeren nichts, so wird’ ich Menschen schleiffen«). Der Entwurf und die Goldschmiedearbeit dieser Pretiose geht auf Johann Heinrich Köhler zurück, der, wie auch bei anderen Werken, die Statuetten von namentlich nicht bekannten Elfenbeinschneidern bezog.
Zugeordnete Objekte
E 40 Etui zu Scherenschleifer (gleichrangig)
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