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Hüftkette aus 58 Gliedern in spanischer Manier

Material und Technik
Abmessungen
L ca. 168 cm
Inventarnummer
VIII 272
Ziergürtel wurden in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts um die Taille des Damenkleides getragen und fielen auf der Vorderseite lang hinab. Häufig endeten sie in einem besonders gearbeiteten Gürtelknopf. Auch dieser Gürtel besaß einst einen solchen Knopf in Form „einer vase“, der jedoch spätestens 1817 verloren ging.
Die 28 flachen Glieder bestehen aus sich überschneidenden schwarzen und weißen Bändern (mit goldenen Aussparungen), eine Dekoration, die sich auch an Werken des am Kaiserhof in Wien tätigen, spanischstämmigen Goldschmieds Pere Juan Pockh beobachten lässt.
Die Dresdner Rüstkammer bewahrt drei Meisterwerke dieses außergewöhnlichen Meisters. Zwei der Rapiere waren Geschenke des Kaisers Maximilian II. an Kurfürst August von Sachsen in den Jahren 1562 und 1575. Beide Rapiergefäße weisen als Hauptzierde symmetrisch verschlungene, teilweise auch verknotete Bänder auf, die weißes oder schwarzes Email mit goldenen Ornamenten tragen.
Da diese Form des Goldschmiededekors an Werken des süddeutschens Raums aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts nicht zu beobachten sind, dürfte diese Gürtelkette eine der wenigen tatsächlich in "spanischer Manier" angefertigten Schmuckstücke sein, bei dem diese Bezeichnung buchstäblich zutrifft.
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