Pietà

Kirchner, Gottlieb | Modelleur Der von Kirchner modellierte Wolkensockel wurde möglicherweise bei der Aufbereitung der Porzellanformen von Kaendler im März 1733 verändert. Eine Eintragung in seinem Arbeitsbericht bezieht sich möglicherweise auf diese Veränderung, denn Kaendler schrieb: "Ein Postament geändert an einem Vesperbild, daß vorige Postament bestehend anfänglich in gewolcke nun aber ein Fels oder Berg daraus gemacht worden" (Pietsch 2002, S. 18). Der Übertritt zum katholischen Glauben war die Voraussetzung für die Wahl des protestantischen Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen 1697 zum König von Polen. Seinen Glauben musste August der Starke vor allem dem polnischen Adel gegenüber immer wieder nachdrücklich betonen. Da das Inventar des Japanischen Palais 1770 noch „Vierzehn Stück detto, MarienFiguren, darunter 6. Stück mit dem verschiedenen Christo [korrigiert in 5 St.]“ verzeichnet (Boltz 1996, S. 43), dürfte das Vesperbild nicht allein für die königliche Andacht in der Hofkapelle, sondern aufgrund der beachtlichen Stückzahl eher als Geschenk an katholische Fürsten und kirchliche Würdenträger gedacht gewesen sein. Die Figurengruppe zeigt das mütterliche Leid Marias über den Tod des Sohnes. Im März 1733 änderte Kaendler Kirchners Sockel aus geballten Wolken zu einem Fels und glättet einige kantige Partien im Faltenwurf. (Katalog: „Triumph der Blauen Schwerter“ 2010, Kat.-Nr. 384, Alfred Ziffer)
Material und Technik
Abmessungen
H. 55,7 cm, B. 34,0 cm, T. 23,6 cm
Inventarnummer
PE 245
Reproduktionsrechte
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