Ort, Datierung
Abmessungen
H. 23,0 cm, B. 10,5 cm
Inventarnummer
PE 160
Der Dresdner Bankier Gustav von Klemperer und seine Frau Charlotte legten die wohl bedeutendste Privatsammlung Meissener Porzellans des 18. Jahrhunderts in Deutschland an. Nach dem Tod Gustav von Klemperers 1926 erbten diese seine Kinder gleichberechtigt. 1937/39 suchten die Söhne mit ihren Familien in anderen Ländern Zuflucht. Im November 1938 beschlagnahmte die Gestapo die zurückgelassenen Sammlungen. Der Direktor der Dresdener Porzellansammlung, Fritz Fichtner, bemühte sich um die Sammlung für sein Museum. Mit der 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz von 1941 verlor die Familie von Klemperer ihre deutsche Staatsangehörigkeit und ihr Eigentum fiel an das Deutsche Reich. Auf persönliche Verfügung Hitlers wurde die Sammlung dem Land Sachsen Anfang Januar 1943 unentgeltlich übertragen. Zunächst im Johanneum deponiert, von 1940 bis 1943 in der Langgalerie des Dresdner Zwingers gezeigt, wurde die Sammlung Ende 1943 zum Schutz vor Kriegseinwirkungen nach Schloss Rammenau verlagert. Die Gefahr der heranrückenden Front machten erneute Umlagerungen nötig. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrten die einst nach außerhalb Dresdens verlagerten Kunstwerke in die Museen zurück. Durch Kriegseinwirkung, Plünderungen und mutwillige Zerstörung waren die ausgelagerten Bestände aber stark dezimiert worden. - Die wiederholten Bemühungen der Familie um Rückgabe während der Zeit der DDR blieben erfolglos. Die 1990 aufgenommenen Verhandlungen mündeten 1991 in die erste Restitution der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden nach der Wiedervereinigung. 86 Porzellane konnten restituiert werden. Davon schenkte die Familie großzügig 63 Objekte, von denen heute die kostbarsten in der Ausstellung im Zwinger besichtigt werden können. 2010 folgte eine weitere Restitution. Durch die Bombardierung verloren geglaubte Stücke konnten als Scherben identifiziert werden. Nach heutigem Kenntnisstand gelten noch immer zwei Drittel der Sammlung Gustav und Charlotte von Klemperers als vermisst.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Schwertermarke
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
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