Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer PE 418
Abmessungen
H. mit Deckel: 46,0 cm, H. ohne Deckel: 23,1 cm, D. 16,9 cm, D. Fuß: 12,4 cm
Inventarnummer
PE 418
Der Pokal und sein Pendant (PE 419) entstanden in Meissen anlässlich der Krönung von Friedrich August III. zum polnischen König. Sie werden im Inventar des Japanischen Palais von 1779 beschrieben: „Zwey differente, fein belegte weisse Bocale, mit dem königl. pohln. und chur fürstl. sächsi. Wappen und vergoldten Zierathen beschlagen, inwendig ganz vergoldt, auf dem Deckel stehet die Fama und eine Inscription: Vivat Augustus III.“ Zusammen mit dem so genannten Krönungsservice (z.B. PE 7441) kamen sie als beinahe zeremonielle Objekte bei den Feierlichkeiten zur Präsentation.

Interessant ist der Rückgriff auf ein eigentlich schon veraltetes Dekorationselement, nämlich das der plastischen Weinlaub-Reliefauflagen. Dieses findet sich vor allem auf frühem weißen Porzellan und Böttgersteinzeug. Mit dem Eintritt Johann Gregorius Höroldts und der damit verbundenen Entwicklung immer neuer Farbrezepturen verzichtete man zunächst auf diese Art der Dekoration mit Reliefauflagen. Reliefartig durchmodellierte Oberflächen und teils vollplastische Gefäßgestaltungen sollten wenig später mit Kaendlers Schwanenservice (Z.B. PE 1443) und den Elementvasen (z.B. PE 3741 a, b) zu neuer Blüte gelangen.

Hier nun breitet sich noch einmal Weinlaub über den Deckel und die Kuppa des Pokals aus, auf der zum einen das umkränzte Porträt des Königs und zum anderen das bekrönte Wappen Sachsen-Polens im Relief ausgearbeitet ist. Der Fuß ist mit einer vergoldeten Messingmontierung gefasst und das Innere ist vollständig vergoldet. Den krönenden Abschluss bildet Fortuna, die auf dem Deckel den Ruhm des Königs in alle Welt hinausposaunt. (Sabine Peinelt-Schmidt, 2021)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Unterseite mit alter Montierung, Marke nicht prüfbar
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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