Deckelvase

Ort, Datierung
Abmessungen
H. mit Deckel: 38,6 cm, H. ohne Deckel: 33,3 cm, D. 14,1 cm, D. Fuß: 10,0 cm
Inventarnummer
PE 598
Bereits das früheste aus China mitgebrachte Porzellan war mit unterglasurblauer Malerei verziert. Und auch Jahrhunderte später dominierte das blauweiße Porzellan aus Ostasien den europäischen Markt. So verwundert es nicht, dass der Porzellankenner August der Starke zuallererst auf die Entwicklung eines ansehnlichen Unterglasurblaus drängte.

Die Umsetzung gestaltete sich jedoch als technisch so anspruchsvoll, dass Johann Joachim Böttger seine Zusicherung dem König gegenüber, ein gefälliges Blau zu entwickeln, nicht einhalten konnte. Dabei stellten sich verschiedene Herausforderungen, wie der Auftrag der Farbe auf den bereits einmal gebrannten, ohne die Glasur jedoch porösen, Scherben, der keine Korrekturen erlaubte. Mit einer durchsichtigen Glasur überzogen, mussten Gefäß und Farbpigmente danach einem zweiten Brand von ca. 1400° Celsius standhalten. Anfänglich geriet der Ton oft eher gräulich oder die Farbe verlief auf dem Scherben. Obwohl August dem Starken bereits 1717 Porzellan mit unterglasurblauer Malerei vorgestellt wurde, dauerte es bis 1733, bevor die Manufaktur ein zuverlässiges, strahlendes Blau zur Dekoration einsetzen konnte.

Der frühen Manufaktur lieferten chinesische und japanische Blauweiß-Porzellan und auch die europäischen Fayencen Vorbilder für Motive und Dekorationsprinzipien. Der Bauch der Deckelvase auf hohem gewölbten Fuß zeigt eine solche chinoise Szene. Zwei in lange Gewänder gekleidete Figuren sitzen in einer gestaffelt angeordneten, felsigen Gartenlandschaft. Als umlaufender Dekor gestaltet, trennt ein schlanker, hoher Baum die Szene von dem identischen Gegenpart. Identische Landschaftselemente wurden auch auf dem Fuß und Hals verwendet.

Die Reste der Palaisnummer auf der Unterseite des Deckels weisen das Stück als Teil der historischen Sammlung Augusts des Starken und Augusts III. im Japanischen Palais aus. (Karolin Randhahn, 2021)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Ungemarkt
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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