Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer PE 757
Abmessungen
H. mit Deckel: 15,7 cm, H. ohne Deckel: 13,3 cm, B. 13,5 cm, T. 7,4 cm, B. Fuß: 4,6 cm, T. Fuß: 4,7 cm
Inventarnummer
PE 757
Noch vor der Nacherfindung des weißen Porzellans aus China gelang dem Alchemisten Johann Friedrich Böttger gemeinsam mit dem Naturforscher Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und dem Bergrat Gottfried Pabst von Ohain 1706 die Herstellung eines besonders harten Steinzeugs, das heute allein Böttgers Namen trägt. Im polierten Zustand erinnert das rotbraune Material an den Schmuckstein Jaspis, weswegen es im 18. Jahrhundert auch als Jaspisporzellan bezeichnet wurde.

Auch dieses kleine Kännchen besteht aus Böttgersteinzeug. Über einem getreppten quadratischen Fuß erhebt sich der birnenförmige Gefäßkorpus mit angesetztem Volutenhenkel. Eine Besonderheit ist der Ausguss, der aus einem geöffneten Fisch- oder Drachenmaul entspringt und zur Stabilisierung durch einen zierlichen Volutensteg mit dem Korpus verbunden ist. Details des Deckels und der Henkelrücken wurden facettiert geschliffen. Die Seiten der Kanne sind mit Blütenzweigen nach ostasiatischem Vorbild im Relief verziert.

Obwohl die hohe Form heute eher an eine verkleinerte Kaffeekanne erinnert, wurden Gefäße dieser Art im Inventar des japanischen Palais von 1779 sowohl als „Thée Krügel“ als auch als „Coffée Kannen“ bezeichnet. Ob und wofür die Gefäße tatsächlich benutzt wurden, können wir heute nicht mit Sicherheit sagen. Beide Getränke wurden am Dresdner Hof konsumiert. Von der Exklusivität, die dem Konsum der modischen exotischen Heißgetränke im frühen 18. Jahrhundert noch eigen war, zeugt eindrucksvoll das berühmte „Goldene Kaffeezeug“ des Dresdner Hofjuweliers Johan Melchior Dinglinger im Grünen Gewölbe (Inv. Nr. VIII 203).

Die Palaisnummer auf der Unterseite weist das Stück als Teil der historischen Sammlung Augusts des Starken und Augusts III. im Japanischen Palais aus.
(Sabine Peinelt-Schmidt, 2021)

Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Ungemarkt
Bezeichnung: "H z", geritzt, an der Unterseite
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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