Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer PE 927
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
H. mit Deckel: 15,5 cm, H. ohne Deckel: 9,6 cm, B. 16,3 cm, T. 12,1 cm, D. Fuß: 7,9 cm
Inventarnummer
PE 927
1710 richtete August der Starke in der Meissener Albrechtsburg die erste europäische Porzellanmanufaktur ein. In Sachsen war gelungen, was mehr als zweihundert Jahre lang in ganz Europa vergeblich versucht worden war: die Nacherfindung des vielbewunderten ostasiatischen Porzellans. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatten der Alchemist Johann Friedrich Böttger und der Naturforscher Ehrenfried Walther von Tschirnhaus. Ab 1713 fertigte die Meissener Manufaktur in größerem Umfang weißes Porzellan, das schnell die Käufergunst gewann.

Zu den frühesten Objekten, die aus dem neuen Material hergestellt wurden gehören die Teile eines Teeservices mit aufwändiger ornamentaler Versilberung. Die Formen von Koppchen und Unterschalen lehnen sich eng an asiatische Vorbilder an, wobei die Teekanne mit dem Maskaron am Ansatz des Ausgusses das Vorbild mit europäischen Zutaten variiert. Teil dieses dekorativen Wechselspiels ist auch der Silberdekor, der wohl aus der Werkstatt des Dresdner Goldschmieds George Funcke stammt. Die Ornamentbordüren auf den Wandungen der Geschirrteile greifen Entwürfe auf, die heute vor allem mit dem französischen Zeichner und Kupferstecher Jean Bérain verbunden werden. Seine Designs gelangten als Druckgrafiken in die Werkstätten Europas und wurden auch am Dresdner Hof begeistert rezipiert – in vielen Sparten der Dekorationskunst.

Man muss sich die Dekoration etwas strahlender vorstellen, als wir sie heute sehen können, denn anders als Gold, reagiert Silber mit der Umgebungsluft. Der chemische Vorgang hat dazu geführt, dass die hauchdünne Metallschicht sich schwarz verfärbt hat.

Das Stück weist keine Palaisnummer auf, kann aber aufgrund von Beschreibung und Größe einem Eintrag im Inventar der historischen Sammlung Augusts des Starken und Augusts III. im Japanischen Palais zugeordnet werden. (S. Peinelt-Schmidt, 2021)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Ungemarkt
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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