Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer PE 1725

Unterschale

Ort, Datierung
Abmessungen
H. 3,0 cm, D. 13,4 cm, D. Fuß: 7,9 cm
Inventarnummer
PE 1725
Noch vor der Nacherfindung des weißen Porzellans aus China gelang dem Alchemisten Johann Friedrich Böttger gemeinsam mit dem Naturforscher Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und dem Bergrat Gottfried Pabst von Ohain 1706 die Herstellung eines besonders harten Steinzeugs, das heute allein Böttgers Namen trägt. Im polierten Zustand erinnert das rotbraune Material an den Schmuckstein Jaspis, weswegen es im 18. Jahrhundert auch als Jaspisporzellan bezeichnet wurde.

Auch diese flache Schale besteht aus dem Material Böttgersteinzeug. Die Unterschale, früher „Teeschälchen“ genannt, ist auf einer Töpferscheibe entstanden, wie sie in Europa schon Jahrhunderte lang benutzt wurde. Auf einem niedrigen Standring liegt die breite Schale mit leicht ansteigenden Seiten. Auf einem niedrigen Standring liegt die breite Schale mit leicht ansteigenden Seiten. Die unterschiedliche Farbigkeit resultiert hier wahrscheinlich aus dem Brennvorgang. Da nämlich die Schälchen im Stapel gebrannt wurden, war der Spiegel einer Schale stets vom Standring der darüber liegenden Schale bedeckt. In diesem abgeschlossenen Raum herrschte eine andere Brennatmosphäre als an den äußeren Bereichen der Schälchen.

Um 1700 wurde das Teetrinken an den europäischen Höfen zur Modererscheinung. In der Folge stieg der Bedarf an allem an, was zum Teegenuss gehörte: Bereits 1711, nur ein Jahr nach Gründung der Meissener Manufaktur, waren bereits hunderte Koppchen mit Unterschalen vorrätig und in Arbeit. Ergänzend standen unterschiedlichste Teekannenmodelle zur Auswahl. Komplettiert wurde das repräsentative Teeservice von Zuckerdosen, Teedosen und Kummen – großen Schalen zum Ausschwenken der Teerückstände in den Teeschälchen.

Die Reste der Palaisnummer auf der Unterseite weisen das Stück als Teil der historischen Sammlung Augusts des Starken und Augusts III. im Japanischen Palais aus.
(Sabine Peinelt-Schmidt, 2021)

Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Ungemarkt
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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