Contrefait-Kugel aus Elfenbein mit einem Medaillon in Hinterglasmalerei

Lobenigk, Egidius | Elfenbeindrechsler
Egidius Lobenigk aus Köln wurde 1584 als Hofdrechsler in Dresden angestellt. Obwohl er andersartige stilistische Akzente setzte und zu gewagteren Formerfindungen neigte, waren er und Georg Wecker über zehn Jahre hinweg als ebenbürtige, höchst produktive Künstler in Dresden tätig. Lobenigks Drechselkunststücke aus Elfenbein, die in der Kunstkammer aufbewahrt wurden, sind mit seinem Monogramm EL und zumeist mit dem Jahr ihrer Entstehung bezeichnet. Er beherrschte, ebenso wie Georg Wecker, die komplizierte Technik des Ovaldrechselns, die der Mailänder Giovanni Ambrogio Maggiore ab 1570 nicht nur theoretisch kannte, sondern auch vorbildhaft praktizierte. Lobenigk konnte Ovalformen ganz vielfältig variieren. Zu den künstlerisch-technischen Meisterleistungen der maschinellen Drechselkunst jener Zeit gehört die imposante Contrefait-Kugel von 1586. Auf einem in Hinterglasmalerei ausgeführten Medaillon auf der Unterseite des hölzernen Fußes ist eine ausführliche Inschrift zu lesen, mit der sich Lobenigk aus Köln am Rhein stammend und als kurfürstlich-sächsischer Hofdrechsler vorstellt. Auch fügte er der Inschrift das in dem Sinnspruch "Allein Gott die Ehre" enthaltene lutherische Glaubensbekenntnis hinzu.
Abmessungen
H 36,6 cm
Inventarnummer
II 286
Reproduktionsrechte
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