Durchbrochener Polyeder

Wecker, Georg | Drechsler Um den jungen Herzog Christian und auch Kurfürst August in der Drechselkunst zu unterweisen, wurde Georg Wecker 1578 als Hofdrechsler nach Dresden berufen.Vermutlich durch diese Aufgabe zunächst sehr beansprucht, tritt der hochbegabte Künstler mit signierten und datierten Elfenbeindrechseleien erst ab 1581 in Erscheinung. Seine insgesamt drei Polyeder stammen aus diesem Jahr. Es sind winzige Kunststücke, die aus je einem relativ kleinen Stück Elfenbein im Ganzen heraus gedrechselt wurden. Sie bestehen aus geometrischen Gebilden mit Lochöffnungen, die von gleichmäßig abnehmender Größe und wie Schalen einer Zwiebel, jedoch gegeneinander beweglich, angeordnet sind. Die Herstellung setzte höchstes Geschick und gründliche Kenntnisse der Mathematik und Perspektivlehre voraus. Wer solch ein Stück auf der Drechselbank hervorbringen konnte, besaß außergewöhnliche Fähigkeiten und seine Könnerschaft stand außer jedem Zweifel. Es verwundert daher nicht, dass Egidius Lobenigk, der 1584 als zweiter Hofdrechsler nach Dresden berufen wurde, als erstes Werk an seiner neuen Wirkungsstätte ebenfalls einen Polyder signiert und im Jahr seines Dienstantrittes datiert hat.
Material und Technik
Abmessungen
H. 11,6 cm, Dm. Fuß 5,4 cm
Inventarnummer
II 290
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