Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer PO 4296

Parfümkugeln

Die Herstellung von durchbrochen gearbeitetem Porzellan gehört zu den größten technischen Herausforderungen. Öffnungen werden mit einem Messer aus dem lederharten Scherben herausgeschnitten, und das Gefäß wird nur durch ein hauchdünnes Porzellan-Netz zusammengehalten. Die Ergebnisse dieser Technik sind oftmals von atemberaubender Fragilität und Virtuosität.
Die beiden Kugeln (PO 8909, PO 4296) bestehen aus einem feinen Netz von Waben, oben und unten durch ein "cash"-Element zusammengehalten. Die Dekore sind Felsen und Blütenzweige. Vermutlich wurden diese feinen Kugeln als exquisite Parfümbehälter oder als Grillenkäfig verwendet.
In China finden sich erste Experimente mit der Durchbruchtechnik bei Silberarbeiten der Tang-Zeit (618 - 906). Bereits in der Song-Zeit (960 - 1279) entstanden erste Porzellane in dieser Technik, die man im chinesischen "linglong" oder "guigong", "übernatürliche Arbeit" nennt, auf virtuose Weise.
(Aus: Die Porzellansammlung zu Dresden, China, Japan, Meissen, Dresden 2006, S. 28)


Signatur, Bezeichnung, Inschriften
ungemarkt
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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