Eine mit dem "Vaterunser" handbeschriebene Erbse

Schubert, Moritz (1894 in Warmbrunn- ?) - Hersteller
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
D 0,8 cm
Inventarnummer
E 2142
Der Vermessungstechniker Moritz Schubert stand in den 1930er Jahren augenscheinlich in kollegialem Wettbewerb um das Beschriften kleinster Dinge. Angestachelt von einer abfälligen Bemerkung seines Vorgesetzten, bringt er es zu dieser spontanen Glanzleistung.
Als spektakuläres Dokument religiös motivierter Volkskunst fand diese Erbse ihren Weg in unsere Sammlung. Glücklicherweise überließ der Schenker dem Museum noch eine autobiografische Skizze, die auch die Herstellung des Objekts beschreibt. Selbstzeugnisse dieser Art sind für Museen fast ebenso wertvolle Dokumente wie das Objekt selbst, denn so kann dessen Geschichte ‚korrekt‘ erzählt werden.
Als gelernter Vermessungstechniker zog Schubert 1919 von Schlesien nach mecklenburgische Teterow. Später arbeitete er unter anderem beim Landesvermessungsamt und als Ingenieur im Verkehrsministerium in Schwerin.
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