Kanne

Ort, Datierung
China, Provinz Jiangsu, Yixing, Qing-Zeit (1644 - 1911), Ära Kangxi (1662 - 1722)
Abmessungen
H. 10,3 cm, L. 15,6 cm, D. Fuß: 7,8 cm
Inventarnummer
PO 3872
Die Kanne bildete mit zwei weiteren Tasse (PO 3939, PO 3938) und zwei Unterschalen (PO 569, PO 568) nach dem Inventar von 1779 ursprünglich ein aus Kanne und vier Tassen mit Schalen bestehendes „Tee-Service“. Diese wurden unter derselben Nummer inventarisiert. Es heißt hier: „1 dazugehöriges länglichtes Thee-Potgen mit belegt nachmahls vergoldten Laubwerck, einem vergoldten Henckel in Form eines Asts, einer dergl. Schnauzer und einem Deckel, darauf ein messingen vergoldtes Astgen statt des Knopffs mit 2. Müttergen angeschraubet ist. 4 St. dazugehörige runde am Rand vergoldte mit einem Ast und Blätter so nachmahls vergoldet sind, belegte Tassen ... nebst 4 dazugehörigen, am Rande vergoldt mit 3 Eichhörngen und Blumen belegte Schaalen. Unten ist statt des Fußes daran ein verguldetes schönes erhabenes Blatt.“ Das Kännchen hat die bei Yixing-Steinzeug beliebte Form eines unregelmäßigen Stammes oder Astes. Aus dem gleichfalls als knorriger Ast geformten Henkel wachsen zwei Weinranken, deren Blätter als flache, aufgelegte Reliefs den Körper der Kanne schmücken. Der Ausguss ist in Form eines Bambusastes gearbeitet; auf dem flachen Deckelchen liegen plastisch gearbeitete Bambusblätter. Der ursprüngliche Griff oder Knauf wurde durch einen astförmigen Griff aus Messing ersetzt. Die flachen Reliefs sind kalt vergoldet. Den gleichen Dekor von aus dem Henkel wachsenden, kalt vergoldeten Weinblättern und Ranken tragen die kleinen, runden Tassen. Zahlreiche Beispiele von Yixing-Kännchen dieser Form sind erhalten. Die Vergoldung der Applikationen, welche dem Ensemble seinen besonderen Reiz verleiht, ist vermutlich erst in Dresden hinzugefügt worden, da in China kein Yixing-Teegeschirr mit vergoldetem Dekor bekannt ist. In der Dresdner Sammlung befinden sich mehrere Yixing-Steinzeuge, welche durch diesen zusätzlichen Überdekor geschmückt wurden. (Aus: La maladie de porcelaine, Ostasiatisches Porzellan aus der Sammlung August des Starken, Leipzig 2001, S. 120)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
ohne
Zugeordnete Objekte
PO 3938 Tasse (gleichrangig)
PO 3939 Tasse (gleichrangig)
PO 568 Unterschale (gleichrangig)
PO 569 Unterschale (gleichrangig)
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