Schale aus dem Krönungsservice

Abmessungen
H. 17,8 cm, D. 48,3 cm, D. Fuß: 23,1 cm
Inventarnummer
PE 7441
Zu den frühesten und zugleich prächtigsten Tafelservicen, die in der ersten europäischen Porzellanmanufaktur in Meissen gefertigt wurden, gehört das sogenannte Krönungsservice Augusts III. Auf allen Serviceteilen prangt groß das sächsisch-polnisch-litauische Allianzwappen umrahmt von feinem Goldspitzendekor. Das prominente Motiv kündet stolz von der wiedererlangten polnischen Königswürde Augusts III. und legte die Vermutung nahe, es sei bei der Krönungszeremonie am 17. Januar 1734 in Krakau zum Einsatz kam. Doch wurden die 77 zugehörigen Teller, Schüsseln, Schalen und Terrinen erst zwischen August und Oktober des Jahres aus Meissen nach Dresden in die königliche Porzellansammlung im Japanischen Palais übersandt. Der gute Erhaltungszustand des äußerst kostspieligen und empfindlichen Golddekors lässt darauf schließen, dass es dort nicht auf der Tafel Verwendung fand, sondern auf Wandkonsolen oder buffetartigen Aufbauten zur Schau gestellt werden sollte.
Letztlich wurden die geplanten symmetrischen Wandarrangements nie ausgeführt. August III. griff zwar die von August dem Starken ersonnene und mit großem Engagement verfolgte Vision eines Porzellanschlosses zunächst auf, verwirklichte sie aber letztlich nie. (Julia Weber, 2018)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Gekreuzte Schwerter in Unterglasurblau
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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