Abmessungen
H. 4,0 cm, D. 27,8 cm, D. Fuß: 14,4 cm
Inventarnummer
PE 5399
Der typische Farbklang aus Unterglasurkobaltblau, Eisenrot und Gold sowie die Motive der üppigen Bemalung dieser Schüssel imitieren ostasiatische Vorbilder im sogenannten Imari-Stil. Eingeführt wurde dieser Typ Dekor in Japan. In Reaktion auf den großen Erfolg des japanischen Imari-Porzellans in Europa, das ganz den barocken Zeitgeschmack traf, entstanden ab Ende des 17. Jahrhunderts auch chinesische Nachahmungen. August der Starke besaß eine große Zahl japanischer wie chinesischer Exemplare, die zusammen gleich im ersten Kapitel des Inventars seiner königlichen Sammlung im Japanischen Palais verzeichnet sind. Für den König waren die dominierenden Farbklänge der ostasiatischen Porzellane als Ordnungskriterium entscheidender als ihre Herkunft, da sie nach Farbigkeit geordnet auf die Räume des Japanischen Palais verteilt wurden. Das prachtvolle Imari-Porzellan empfing die Gäste gleich in der Eingangshalle, was von einer besonderen Wertschätzung dieser Porzellangattung am sächsischen Hof zeugt.

So verwundert es nicht, dass die Meissener Manufaktur früh begann, Imari-Porzellane zu imitieren. Bereits Mitte der 1720er Jahre erhielt August der Starken erste Geschirre „in der Japanischen Art“. Um 1730 bestellte der König eine größere Zahl an Tellern und Schalen, die im Inventar die neue Rubrik „Tisch-Service“ eröffneten. Doch anders als die Meissener Geschirre, die zur Verwendung auf der königlichen Tafel an die Silberkammer oder Hofküche übersandt wurden, wurden die Porzellane im Japanischen Palais nur ausnahmsweise tatsächlich benutzt. Vielmehr war eine Reihe unmittelbarer Kopien ostasiatischer Originale dafür bestimmt, Lücken in den geometrischen Wandarrangements der auf Konsolen gesetzten fernöstlichen Porzellane zu füllen. Kaum von ihren Vorbildern zu unterscheiden, sollten sie die Gäste von der Ebenbürtigkeit der sächsischen Produkte mit den hochgeschätzten Importgütern überzeugen. (Julia Weber, 2021)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Gekreuzte Schwerter im Ring in Unterglasurblau
Formerzeichen: Brille [Johann Christoph Fleischer], gestempelt, im Standring
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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