Laterne

Die Laterne gehört zu den technischen und künstlerischen Bravourleistungen der Töpferkunst in Jingdezhen unter Kaiser Kangxi (1654 - 1722). Nicht nur ist das Porzellan hauchdünn und transparent, so dass das Licht einer Kerze oder einer Öllampe hindurchscheinen kann, sondern der obere Rand und der Fuß sind in Durchbruchtechnik als blüten-blätterförmige Stege gearbeitet. An ihnen konnte man die Laterne ursprünglich wohl an seidenen Schnüren aufhängen. Die vier Bildfelder sind im besten malerischen Stil der „famille verte“ und nicht ohne Humor mit Alltagsszenen an einer südchinesischen Flusslandschaft bemalt: Ein feuchtfröhliches Picknick auf einem Boot, entspannt dösende oder rauchende Herren, eine junge Mutter, die ihrem Baby die Brust gibt und vorbeiziehende Reisende beobachtet. Die Bilder sind von floralen und geometrischen Borten umrahmt, teils mit kleinen Reserven mit Fischen und Krebsen. Die Laterne, Teil eines Paares, befand sich bis 1725 im Residenzschloss und wurde, wie im Inventar verzeichnet, im Jahr 1725 an das Japanische Palais „herausgegeben“. (Aus: Die Porzellansammlung zu Dresden, China, Japan, Meissen, Dresden 2006, S. 24)
Abmessungen
H. 33,8 cm, D. 15,2 cm, Fuß: B. 9,2 cm, L. 9,3 cm
Inventarnummer
PO 3318
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