Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer 21940-1-123

Katagami - Kassetten-Muster

Abmessungen
24,4 x 41,7 cm; Muster: 15,6 x 36,1 cm
Inventarnummer
21940-1-123
Die Färbeschablone (Katagami), hergestellt aus dem Bast des Papiermaulbeerbaumes (Japanisch: Kozo), diente zur Musterung von Geweben (Baumwolle, Seide, Hanf) für Kleidung und Ausstattungstextilien. Als älteste Katagami in Japan sind Schablonen aus der Nara-Zeit (646-794) bekannt.
Das Färbeverfahren - bei dem eine Reispaste auf die abzudeckenden Stellen gebracht wird - heißt Katazome. Die frühesten erhaltenen Beispiele für diese Technik sind Gewebeteile von Handschuhen, die zu einer Rüstung aus der späten Kamakura-Zeit (1185-1333) gehören.
Das Muster der Schablone wurde geschnitten und möglicherweise auch gestanzt. Es ist ein Schildpatt-Muster. Im Zentrum des Musterbereichs steht ein Sechseck, dessen obere und untere Kante angeschnitten ist. Das Sechseck wird durch ein breites Band gebildet. Auf die Ecken wurde jeweils eine Chrysanthemenblüte platziert. Aus ihr entspringt jeweils zur linken und rechten Seite jeweils eine Blattranke. Die Innenfläche des Sechsecks wird durch eine große, doppelblütige Chrysantheme mit Ranken ausgefüllt. In den vier Ecken des Musterbereiches befinden sich zum großen Teil angeschnittene Sechsecke der gleichen Gestaltungsart wie das Sechseck in der Mitte des Musters.
Als Bestandteil der Vorbildsammlung des Kunstgewerbemuseums wurde die Schablone im Bereich des Musters zur besseren Sichtbarkeit mit einem cremefarbenen Papier hinterlegt.
Löcher an den Papierrändern entstanden bei der Fixierung des Schablonenpapiers mit Hilfe von Papierfäden oder Nadeln und einer Reißzwecke.
Für das Anpassen der Musterränder beim wiederholten Auflegen der Schablone auf das Gewebe wurden am unteren Musterrand zwei Stellen des Musters in den Randstreifen hinein verlängert. Löcher als Blütenmittelpunkt der Chrysanthemen sind am oberen Musterrand vorhanden und fehlen aber am unteren Musterrand. Mit Hilfe dieser Merkmale ergänzten sich die Seiten und machten einen nahtlosen Übergang des Musters möglich.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Bez.: japanische Schriftzeichen (schwarze Tusche)
Reproduktion
Wenn Sie Abbildungen dieses Objektes nutzen möchten, nehmen Sie bitte hier mit uns Kontakt auf. Auch Objekte, die aus ethischen Gründen ausgeblendet sind, können bei begründetem Interesse mit diesem Formular angefragt werden.
Feedback
Wenn Sie zusätzliche Informationen zu diesem Objekt haben oder einen Fehler entdeckt haben, dann schreiben Sie uns: Anmerkung verfassen
Weitere Objekte, die Sie interessieren könnten, aus den Rubriken:
Schablone
Weitere interessante Objekte
Katagami - Kassetten-Muster
Kunstgewerbemuseum
Kunstgewerbemuseum
Weitere interessante Objekte
Klöppelspitze in Leporello-Musterbuch
Kunstgewerbemuseum
Zum Seitenanfang