Teekännchen

Ort, Datierung
Abmessungen
H. 8,7 cm, B. 9,5 cm, T. 5,6 cm, B. Fuß: 4,7 cm, T. Fuß: 3,3 cm
Inventarnummer
PE 5596 a, b
Die eckige Kanne mit Montierung ist in einem blassen, teilweise ausgebluteten Unterglasurblau mit „indianischen Blumen“ bemalt.

Bereits das früheste aus China mitgebrachte Porzellan war mit unterglasurblauer Malerei verziert. Und auch Jahrhunderte später dominierte das blauweiße Porzellan aus Ostasien den europäischen Markt. So verwundert es nicht, dass der Porzellankenner August der Starke zuallererst auf die Entwicklung eines ansehnlichen Unterglasurblaus drängte.

Die Umsetzung gestaltete sich jedoch als technisch so anspruchsvoll, dass Johann Joachim Böttger seine Zusicherung dem König gegenüber, ein gefälliges Blau zu entwickeln, nicht einhalten konnte. Dabei stellten sich verschiedene Herausforderungen, wie der Auftrag der Farbe auf den bereits einmal gebrannten, ohne die Glasur jedoch porösen, Scherben, der keine Korrekturen erlaubte. Mit einer durchsichtigen Glasur überzogen, mussten Gefäß und Farbpigmente danach einem zweiten Brand von ca. 1400° Celsius standhalten. Anfänglich geriet der Ton oft eher gräulich oder die Farbe verlief auf dem Scherben. Obwohl August dem Starken bereits 1717 Porzellan mit unterglasurblauer Malerei vorgestellt wurde, dauerte es bis 1733, bevor die Manufaktur ein zuverlässiges, strahlendes Blau zur Dekoration einsetzen konnte.

Ein in Rot auf der Unterseite aufgemaltes „Sp.“ bezeugt, dass die Kanne im 19. Jahrhundert dem Dresdner Arzt und Sammler Carl Spitzner (1831–1899) gehörte. Auf Reisen und aus dem Dresdner Kunsthandel trug dieser eine beachtliche Meissen-Sammlung zusammen, welche die Porzellansammlung 1890 erwarb.
Eine auspolierte Palaisnummer auf der Unterseite der Kanne weist sie aber auch als Teil der historischen Sammlung Augusts des Starken und Augusts III. im Japanischen Palais aus. (Karolin Randhahn, 2021)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Gekreuzte Schwerter in Unterglasurblau
Bezeichnung: "L.13.", kursiv, geritzt, am Rand des Bodens
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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