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Teller aus dem Riemerschmid-Service

Riemerschmid, Richard (1868-1957) - Designer
Ort, Datierung
Abmessungen
H. 4,2 cm, D. 25,1 cm
Inventarnummer
PE 7224
An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert - verbunden mit der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 - suchte die Meissener Porzellanmanufaktur nach neuen Wegen der Gestaltung. Die bisherige Produktpalette mit Formen des Barocks und Rokokos, sowie die Entwürfe des Historismus sollten um zeitgenössische Entwürfe ergänzt werden.

Neben Henry van de Velde (1863-1957) gehörte in dieser Zeit der Münchner Künstler und Architekt Richard Riemerschmid (1868-1957) zu den bedeutenden Persönlichkeiten, die als Externe für die Manufaktur arbeiteten.

Riemerschmid, der in der Nachfolge der britischen Arts & Crafts-Bewegung eine Rückbesinnung auf ältere handwerkliche Techniken und Traditionen propagierte, gehörte in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts zu jenen, die neben den Gebäuden auch die gesamte Innenausstattung mit Möbeln und angewandter Kunst entwickelten. Als Teil einer Reformbewegung sollte damit in alle Bereiche des Lebens künstlerisch vorgedrungen werden. Vorangetrieben wurde seine Popularität durch die Veröffentlichung seiner Arbeiten in der Zeitschrift „Deutsche Kunst und Innendekoration“. In besonderer Weise war er Dresden bzw. Hellerau verbunden: Mit Architekturentwürfen für die Gartensiedlung Hellerau und vor allem seiner Tätigkeit für die dort ansässigen Dresdner Werkstätten für Kunsthandwerk Hellerau hat er Architektur- und Designgeschichte geschrieben.

Sein Serviceentwurf „Riemerschmid“, wegen des Dekors aus unterglasurblauen Rispen auch „Blaue Rispe“ genannt, der zwischen 1903 und 1905 entstand, orientierte sich formal an älterer Volkskunst. Dabei fügte es sich vortrefflich in die von ihm gestalteten Interieurs ein, was jedoch nicht verwunderlich ist: Die Verbindung zwischen Manufaktur und Künstler erfolgte über die Dresdener Werkstätten, die auch den Vertrieb der Porzellane übernahmen. (Sebastian Bank, 2022)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Schwertermarke und 52 in Unterglasurblau, eingeprägt I und zwei unkenntliche Zeichen
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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