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Flaschenvase

Abmessungen
H. 28,8 cm, D. 16,2 cm, D. Fuß: 11,3 cm
Inventarnummer
PO 2112
Die Flaschenvase gehört zu einer Gruppe von Ming-zeitlichen Exportporzellanen, die als Kraak-Porzellan bezeichnet werden. Der Name leitet sich von dem portugiesischen Schifftypus "caracca", holländisch "kraak", her, mit dem Waren aus dem fernen Osten nach Europa verschifft wurden. Ab 1602 exportierten jedoch nicht mehr Portugiesen das chinesische Porzellan sondern die Niederländische Vereenigde Oostindische Compagnie, VOC.

Die birnenförmige Flaschenvase mit rundem Gefäßkörper und langem, schmalem Hals ist in der Leibung flach reliefiert. Sie ist in unterschiedlichen Nuancen von Kobaltblau bemalt, wobei einzelne Motive mit dunkleren Umrisslinien eingefasst sind. Der Dekor besteht aus der für Kraak-Porzellan charakteristischen Zusammenstellung glückverheißender Symbole. Es dominieren herzförmige ruyi-Köpfe mit ihrer Bedeutung „alles nach Wunsch“ und ihrer Ähnlichkeit mit dem chinesischen Unsterblichkeitspilz lingzhi. In der unteren Reihe sind sie gefüllt mit den „Acht buddhistischen Glückssymbolen“, chin. ba jixiang, Rad, Muschel, Schirm, Baldachin, Lotos, Vase, Fische und Endloser Knoten. In der oberen Reihe sind den einzelnen Elementen abwechselnd geometrische Muster und „Hundert Altertümer“, chin. baigu, wie Bronzekessel und Jadescheiben einbeschrieben. Auf dem Übergang von der Leibung zum Hals verläuft ein breites Band mit stilisierten Blüten über einem Swastika-Muster. Um den Dekor der Mündung ist das Kobaltblau der Bemalung stellenweise schwärzlich verfärbt.
Birnenförmige Vasen gehören ab etwa 1575 zu den beliebten Gefäßtypen des Kraak-Porzellans. Beispiele des frühen, eleganten Formtypus mit reliefiertem Dekor und der ungewöhnlichen Bemalung wie bei der Dresdner Flasche sind selten.

Aus: La maladie de porcelaine, Ostasiatisches Porzellan aus der Sammlung August des Starken, Leipzig 2001, S. 20

Signatur, Bezeichnung, Inschriften
ohne Marke
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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