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Kanne

Abmessungen
H. 16,7 cm, L. 14,6 cm, D. 11,8 cm, D. Fuß: 7,4 cm
Inventarnummer
PO 462
Das kugelige Kännchen mit Bügelhenkel besitzt eine kobaltblaue Glasur und ist mit Gold und Eisenrot bemalt. Über die gesamte Außenwandung und den Deckel verstreut sind goldene Chrysanthemenblüten, Blumen des Herbstes, die teilweise nur in Umrisslinien, teilweise flächig in Form der stilisierten Chrysanthemenblüte (jap. kiku) dargestellt sind. Einzelne Blütenblätter sind mit Eisenrot eingefasst. Aus den Blüten wachsen spiralige Ranken.
Kobaltblau glasiertes, mit Gold und Silber bemaltes Porzellan gehörte zu den frühesten japanischen Exportporzellanen. Nach Zacharias Wagenaer, Prinzipal der niederländischen Vereenigden Oostindischen. Compagnie (VOC), waren blau glasierte Waren besonders häufig. Er schreibt 1659; “I had contracted with a certain person for about 200 pieces after my own invention, to be made curiously, on a blue ground with small silver tendrilwork ... But seeing later that all corners and shops were filled with them and that they were now as common as grass I have taken less of them ... “. Die Mode der kobaltblau glasierten Gefäße mit Bemalung in Gold, Silber und Eisenrot scheint demnach nur kurze Zeit gedauert zu haben. Porzellane dieses Dekortyps werden daher meist in den Zeitraum um 1660 datiert. Im Inventar von 1721 wurde die Kanne als eine „do (Thee Kanne) gantz blau mit vergoldeten Blumen, und einer runden Handhabe“ verzeichnet.
Die Dresdner Sammlung besitzt von diesem Dekortypus noch drei kleine Räuchergefäße, die mit Gold und Silber bemalt sind und gleichfalls in den Zeitraum um 1660 datiert werden können.
(Aus: La maladie de porcelaine, Ostasiatisches Porzellan aus der Sammlung August des Starken, Leipzig 2001, S. 132)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
ohne
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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