Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer PO 4728

Schale

Abmessungen
H. 4,2 cm, D. 25,1 cm, D. Fuß: 16,8 cm
Inventarnummer
PO 4728
Die flache, runde Schale ist mit dem Motiv von Tiger und Bambus bemalt. Das gestreifte Fell zeichnet das Tier nach chinesischer Tradition als männlich aus, das Fell des Weibchens ist gepunktet. Er ist in hellem Eisenrot mit einer Überdekorierung in Gold dargestellt. Links ragen ein dicker und ein dünner Bambusstamm empor. Der Bambus ist in unterschiedlichen Nuancen von Kobaltblau gemalt. Weitere Äste waren in Silber ausgeführt, das jedoch größtenteils abgerieben ist. Die wenigen Spuren sind dunkel geschwärzt. Links oben ballen sich kobaltblaue Wolken zusammen. Die Rückseite der Schale ist mit blauen Ranken bemalt. Besonders reizvoll wirken die asymmetrische Komposition und die lebendige Körperhaltung des katzenartig zahm dargestellten Tigers.
Das Motiv von Tiger und Bambus war besonders beliebt in der Malerei der Kano-Schule, in der sich im 16. Jahrhundert Motive und Techniken der chinesischen Tuschmalerei mit Elementen der japanischen Malerei des yamato-e zu dekorativer Wirkung entfalteten. Meist kombinierte man das Tigermotiv mit dem des aus den Wolken aufsteigenden kraftvollen Drachens. Die Wolken auf dem Dresdner Teller sind möglicherweise ein Hinweis auf diesen Drachen in Wolken.
Die Schale, die ursprünglich mit der heute fast gänzlich verschwundenen Bemalung in schimmerndem Gold und Silber wesentlich prächtiger gewirkt haben muss, gehört zu den herausragenden Porzellanen der Dresdner Sammlung. Vermutlich gab es ursprünglich zwei Exemplare der Schale, denn im Inventar von 1779 steht: „Zwey runde Confect schaalen mit rothe Löwen und silbernen Zierathen gemahlt.“
Tiger und Bambus, Dekormotiv zahlreicher japanischer Porzellane, wurden auch in Meissen nachgeahmt. So entwickelte sich der Meissener „Gelbe Löwe“ bis in das 20. Jahrhundert zu einem beliebten Dekor.
(Aus: La maladie de porcelaine, Ostasiatisches Porzellan aus der Sammlung August des Starken, Leipzig 2001, S. 130)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
ohne
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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