Die große Störung

Rauch, Neo | Künstler „Die große Störung“ ist ein typisches Beispiel für die in der Mitte der 1990er Jahre entstandenen Werke Neo Rauchs, in denen Elemente der Werbeästhetik, des Sozialistischen Realismus und des Comics zu neuen, surreal und rätselhaft wirkenden Parallelwelten formiert werden. Sie beziehen ihre erzählerische Kraft aus unverbundenen, collageartigen Handlungssträngen: So sind es in „Die Große Störung“ sich überlagernde Bildfelder, die technisierte und von Verkehrswegen dominierte Landschaften und in Nahsicht gezeigte Arbeitsszenerien miteinander verschränken. Rauch reflektiert das Verhältnis von Mensch und Umwelt, Fortschrittsglaube und Technikbegeisterung bei gleichzeitig zunehmender rückwirkender Beherrschung des Menschen durch die von ihm selbst in Gang gesetzte Technologisierung – ein Grundthema unserer Zeit und im Bild durch die riesigen Zirkel verkörpert. Die wie ausgewaschen wirkende Rauchsche Palette der Neunziger Jahre, die bis heute einer starken Farbigkeit gewichen ist, wird zudem als Gegenreaktion zu der kunterbunten Werbe- und Medienwelt interpretiert, die nach dem Mauerfall den Osten Deutschlands überschwemmte. Dieses Werk von Neo Rauch wurde 1999 im Rahmen der Förderankäufe des Freistaates Sachsen für die Sammlung des Kunstfonds erworben.
Museum
Abmessungen
255 x 208,5 cm
Datum
Inventarnummer
M 12/99
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