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Vietnamesische Mutter

Gera, Günter - Künstler
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
119,5 x 95 cm Bildmaß
Museum
Inventarnummer
33/75
Bei dem eindringlichen Bild handelt es sich um einen künstlerischen Kommentar zum Vietnamkrieg, auch wenn das Thema der ihr Kind betrauernden Mutter universal ist. Das Werk wurde 1975 für die Sammlung erworben, im Jahr der Beendigung ebendieses Krieges. Über den Künstler ist heute wenig bekannt, aber er bekam 1953 den Max-Pechstein-Preis, ein Förderpreis für junge Kunst und muss seinerzeit zu dem vielversprechenden jungen Künstlern gehört haben. Das Bild zeigt eine trauernde Mutter mit ihrem toten Kind auf dem Schoß. Die Komposition greift ikonografisch auf das Motiv der Pietà bzw. der Mater Dolorosa zurück. Mit dem Kind als Kriegsopfer scheint auch die Hoffnung auf Zukunft verloren. Die Komposition erinnert konkret auch an das berühmte Bild Wilhelm Lachnits im Albertinum, „Der Tod von Dresden“, in dem jedoch der Typus der Pietà abgewandelt ist, weil das Kind dort überlebt hat und damit zum Hoffnungssymbol wurde.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
u.l.: Gera
Reproduktion
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