Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer 24882
Abmessungen
130 x 26,3 cm (Breite des Stoffes)
Inventarnummer
24882
Das Theater von Heinrich Apel junior setzt sich aus verschiedenen Quellen zusammen. Im Jahre 1920 erbte er das Theater seines Vaters Heinrich Apel senior. Dieser machte sich 1897 mit einem Teil des Theaters seines Schwiegervaters Adolf Preiske selbständig. Zur Ergänzung kaufte er Marionetten der Familie Möbius und ließ sich neue Figuren anfertigen. Den Kasper schnitzte er beispielsweise selber. Ab 1904 reiste er mit Varietémarionetten durch ganz Europa (daher stammen die Chinesen, der Großtürke und Johnson und Theau). Heinrich Apel junior erweiterte in den 1920er Jahren insbesondere das Varieté. Die meisten Figuren scheint ein Verwandter (Heinrich und/oder Emil Rau) geschnitzt zu haben. 1952 wurde das große Theater nach Lizenzentzug stillgelegt und erlitt 1958 einen schweren Wasserschaden. Danach verkaufte, vertauschte und verschenkte Heinrich Apel junior die meisten großen Marionetten (80-95 cm). In der Puppentheatersammlung sind davon nur wenige Figuren übrig geblieben. Ab 1954 spielte Apel zunächst Varieté und ab 1955 auch wieder Marionettenstücke auf einer verkleinerten Bühne. Die Marionetten hatten nur noch eine Höhe von ca. 65 cm. Neue Köpfe ließ sich Apel von Rau in Dresden, Paul Herbst in Leipzig und Theo Eggink in Hohnstein schnitzen, oder er modellierte diese selbst aus Pappmachee. Außerdem beschaffte er sich ältere Köpfe einer kleineren Marionettenbühne, deren Name aber nicht überliefert ist. Apel reiste jetzt mit zwei bis drei Stücken und PKW durch die DDR. Köpfe, Körper und Kostüme wurden weiterhin für die Inszenierungen kombiniert. Der heutige Zustand ist vermutlich durch die Apel-Ausstellung im Jägerhof 1969 und durch die letzten Auftritte vor dem Schlaganfall 1971 bedingt. Der größte Teil des Apel-Fundus befindet sich heute in München. In Dresden haben sich vor allem die zuletzt gespielten Marionetten und wenige ältere Stücke erhalten.
Creditline
Puppentheatersammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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