Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer 6833 e

Freital Sächs. Wolf. 09. - 17.01. [1943]. H. Apels Dresdner Marionetten-Theater

Apel, Heinrich <jun.> (1895-1975) - Puppenbühne
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
42,1 x 29,8 cm
Inventarnummer
6833 e
Das wichtigste Werbemedium der traditionellen Marionettenspieler war seit Mitte des 19. Jahrhunderts der Theaterzettel. Dieser wurde nicht nur als Plakat aufgehängt, sondern auch durch den Theatergehilfen, der das Amt des Zettelträgers versah, an die Haushalte verteilt. Um 1900 waren tausend Zettel preiswerter als eine kleine Annonce in der lokalen Tageszeitung. Die persönliche Übergabe steigerte die Wirkung noch. Am Ende des Gastspiels wurden die Zettel wieder eingesammelt und für den Einsatz am nächsten Ort sortiert, teilweise sogar repariert. In den Großstädten wurden manchmal auch neue Zettel nur für einen Veranstaltungsort gedruckt. Durch Wegschneiden der Ortsangabe konnten auch diese Zettel weiterverwendet werden.

Die Familie Apel war in den 1880er bis 1950er Jahren die wichtigste Puppenspielerfamilie im Raum Dresden. Albert (1847-1905) und Amalie Apel, geb. Mosch (1844-1914), gründeten ihr Theater 1877 mit dem Ankauf der Bühne von Franz Lorgie (1765-1853), der wiederholt vor dem sächsischen Königshaus aufgetreten war. Da ihre zahlreiche Kinderschar musikalisch und schauspielerisch talentiert war, wurden ab 1884 auch Konzerte gegeben und kleine Singspiele aufgeführt. In der zweiten Generation waren Hermann Mosch (1866-1929), Heinrich Apel senior (1875-1920) und Helene Apel-Böttger (1877-1961) als Puppenspieler tätig, in dritter Generation Heinrich Apel junior (1895-1975) und Albert Apel-Böttger (1909-1986). Die letzten beiden großen Bühnen wurden 1952 als einem modernen, sozialistischen Staat nicht zeitgemäß verboten, die Spieler versuchten den Spielbetrieb aber noch einige Jahre in verkleinerter Form aufrechtzuerhalten.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
M/0415
Creditline
Puppentheatersammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
Wenn Sie Abbildungen dieses Objektes nutzen möchten, nehmen Sie bitte hier mit uns Kontakt auf. Auch Objekte, die aus ethischen Gründen ausgeblendet sind, können bei begründetem Interesse mit diesem Formular angefragt werden.
Feedback
Wenn Sie zusätzliche Informationen zu diesem Objekt haben oder einen Fehler entdeckt haben, dann schreiben Sie uns: Anmerkung verfassen
Weitere Objekte, die Sie interessieren könnten, aus den Rubriken:
Theaterzettel
Weitere interessante Objekte
Grand Théâtre Mécanique, Pittoresque, Maritime et Variétés Morieux
Voorde, Léon van de
Puppentheatersammlung
Puppentheatersammlung

Hausknecht aus "Im weißen Rössl zum Wolfgangsee"

Apel, Heinrich <jun.>
Puppentheatersammlung
Weitere interessante Objekte
Hausknecht aus "Im weißen Rössl zum Wolfgangsee"
Apel, Heinrich <jun.>
Puppentheatersammlung
Apel, Heinrich <jun.>
Weitere interessante Objekte
Grete Ruhl: Künstlerische Märchenpuppen für Kindertheater. Nach kostümkundlichen Vorlagen aus echten Stoffen angefertigt, Leipzig 1920c.
Ruhl, Grete
Puppentheatersammlung
Zum Seitenanfang