Götterfigur "Die grüne Tara"

Weber, Wilhelm Karl Julius (1851-1934) - Sammler
Ort, Datierung
Zentralasien, Westhimalaya, Kanowar, Poo, vor 1894
Abmessungen
8,4 x 6,1 x 4,9 cm, 169 g
Inventarnummer
67491
Kleine Kupferstatue der Grünen Tara, Sgrol-ma-Ijang, sitzend,mit Türkisen besetzt undleichtem Messingüberzug. Die Tara ist eine weibliche Gottheit im Bodhisattvarang. Sie schützt gemäß dem Volksglauben den Menschen vor den acht großen Lebensgefahren: 1. den Löwen des Stolzes, 2. den Elefanten der Verblendung, 3. dem Feuer des Zorns, 4. der Schlange der Eifersucht, 5. dem Räuber der irrigen Ansichten, 6. den Fesseln des Geizes, 7. der Flut der Begierde und 8. dem Gespenst des Zweifels. Diese acht Ängste kann man auch als Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung verstehen. Außerdem soll sie die ursprüngliche Weisheit vermehren und wird für ihre wunscherfüllenden Qualitäten gepriesen.
Der Legende nach entsprangen die verschiedenen Manifestationen Târâs den Tränen, die der Bodhisattva Avalokiteshvara vergoß, als er auf die Leiden der Welt blickte. Im 8. Jahrhundert wurden die beiden Gattinnen des tibetischen Königs Srong brtsan sgam po als Inkarnationen von Tara erklärt, die chinesische Gattin als weiße und die nepalesische als grüne Tara,
Die Grüne Tara gilt als Schutzpatronin Tibets. Sie symbolisiert das weibliche Prinzip sowie die göttliche Energie. in der vorliegenden Darstellung hält sie in ihrer rechten Hand im Mudra der Freigebigkeit (Handfläche nach vorn ausgestreckt). Ihre grüne Körperfarbe zeigt, dass Tara von den fünf Elementen des Buddha das Element der Bewegung oder des Windes verkörpert. Sie ist somit fähig, schnell und ohne Verzögerung zu handeln. Das auf dem Hauptlotossitz ruhende Bein drückt aus, dass sie in der Meditation über die Non-Dualität der Erscheinungen verweilt. Der ausgestreckte rechte Fuß deutet auf ihre immerwährende Bereitschaft zum Einsatz für das Wohlergehen der fühlenden Wesen hin. Diese Fußstellung ist ein Zeichen dafür, dass Tara jederzeit bereit ist, helfend zur Erde herabzusteigen. (VMH, Johanna Funke, 09.08.2018)
Kultureller Kontext
Ladakhi
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