Priesterkragen

Hufeisenförmiger Ringkragen als Brustschmuck für Krieger und Kriegsanführer auf Tahiti. Auf einem Gitterwerk aus Holzstäbchen, die mit Pflanzenfaserschnüren fixiert sind, wurden an den Rändern kleinere Stäbe radial befestigt, welche am unteren Ende mit Fell besetzt sind. Auf dem Gitter wurde ein Flechtwerk aufgebracht, welches durch die Verwendung verschiedenfarbiger Kokosfasern ein Farbbandmuster erhielt. Die in drei Streifen unterteilte Vorderseite ist mit schwarzen, blau-grün schimmernden Federn (evtl. Entenfedern) besetzt und durch Reihen von Haifischzähnen voneinander abgegrenzt. An den Schulterrändern sind jeweils zwei runde Perlmuttscheiben durch eine gedrehte Schnur befestigt und von kleineren Federbüscheln umgeben. Forster beschrieb den Kragen als Teil einer Rüstung für Krieger (Forster, 1983, s. 556-559), Parkinson ordnete solche Kragen der Verwendung durch Priester zu (Forster 1983, S. 265). Das Objekt wurde 1947/48 mit den Resten des Museums Niesky ohne Registratur im Eingangsverzeichnis übernommen. Es gehört zu einem Konvolut an Objekten, die im "Catalogus der Kunstsachen" des Naturalienkabinetts des Theologischen Seminars der Brüderunität in Barby mit dem Vermerk versehen wurden, dass sie "... das Museum durch die Gütigkeit des Br. La Trobe erhalten" hat. Über diesen Hinweis konnte St. Augustin eine sichere Einordnung als Sammlungsgut von Cooks Reisen vornehmen. (s. Augustin, 1993; VMH, Johanna Funke, 15.02.2019)
Abmessungen
H: 34 cm (ohne Haarbüschel), B: 52 cm, T: 1,5 cm
Datum
Tahiti, Polynesien,
Inventarnummer
68669
Reproduktionsrechte
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