Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer 65714
Material und Technik
Abmessungen
7,0 x 38,5 x 38,5 cm, 354 g
Inventarnummer
65714
Diese flache Korbschale wurde zum Worfeln von Hirse verwendet. Sie ist in Spiralwulsttechnik geflochten. Flechtarbeiten wie Körbe und Matten sind ein wichtiger Bestandteil des ostafrikanischen Hausrats. Geflochten wird sowohl von Männern als auch von Frauen. Zu den häufigsten Techniken zählt neben dem Kreuzflechten das Spiral- oder Spiralwulstflechten. Mit dieser Technik werden hauptsächlich Gegenstände der Aufbewahrung, wie auch der Essenszubereitung hergestellt. Beim Spiralflechten wird ein dünner Strang aus Halmen, welcher immer wieder verlängert wird, als Spirale übereinandergelegt, der jeweils obenliegende Strang wird mit dem darunterliegenden mittels eines weichen Halmes umwickelt. Laut Archivalien stammt das Objekt aus Nyassa (Tansania) und wurde 1940 von Elise Kootz an das Museum übergeben. Elise Kootz-Kretzschmer, die wahrscheinlich auch die Sammlerin des Objektes war, wurde 1894 zum Missionsdienst der EBU im Nyassa-Gebiet berufen. Gemeinsam mit ihrem Mann, Missionar Johannes Theodor Kootz, blieb sie insgesamt 17 Jahre im Safwa-Gebiet nördlich des Nyassasees und verrichtete ihren Dienst in Ipyana und Utengule, bis sie 1914 aus gesundheitlichen Gründen endgültig Afrika verließen. Elise Kootz-Kretschmer war hochinteressiert an den Menschen, mit denen sie lebte, schrieb alles auf, was sie beobachtete, dokumentierte Märchen und Sprichwörter. Aus ihren Aufzeichnungen und Tagebüchern mit über 4000 Seiten entstand, lange nach dem Tod ihres Ehemannes eine dreibändige Monografie über die Safwa, sie veröffentlichte Geschichten und Lebensbilder. Elise Kootz-Kretschmer gehörte zu den wenigen Frauen der Brüdergemeine, die völkerkundliche Arbeiten hinterlassen haben. Schon während ihres ersten Heimaturlaubes 1903 verkaufte das Ehepaar Kootz eine 121teilige Sammlung Ethnografika an das Museum für Völkerkunde Berlin, um die hohen Transportkosten zu decken. 1940 übergab Elise Kootz-Kretschmer den Rest ihrer Sammlung an das Völkerkundemuseum Herrnhut.
Creditline
Völkerkundemuseum Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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