Phallokrypt "Lonkalonka" riji, ajkuli

unbekannt - Hersteller
Ort, Datierung
Kimberley Region,
Material und Technik
Abmessungen
15,0 x 11,0 cm
Inventarnummer
Au 04972
Ovale Scheibe aus Goldlip-Pealshell (Pinctada maxima), rund geschliffen, mit eingraviertem geometrischen Ornamenten, mit Ocker ausgestrichen. Oben an der Durchbohrung befinden sich noch Reste der Haarschnur, an der es bei Zeremonien von den Männern um die Hüften, seltener als Haarschmuck, getragen wurde. Die Muschelscheibe bedeckte Teile der Genitalien. Lonkalonkas waren Wertobjekte und wurden entlang traditioneller Handelswege von der Nordwestküste über die Gebirge der Kimberleys bis ins Wüstengebiet Zentralaustraliens gehandelt und getauscht. Sie wurden wegen ihres durchscheinenden Aussehens mit Wasser, spirituellen Kräften und Heilung in Verbindung gebracht, sie waren auch als Manifestation der Regenbogenschlange angesehen. Das geometrische Muster läßt eine Datierung auf das 19. Jahrhundert zu, ab ca 1920 verzierte man die Muscheln mit modernen Sujets wie Autos, Flugzeugen und figürlichen Darstellungen. Hier: 4 x Emuspur und geometrische Muster. Seit dem 2. Weltkrieg (ca. 1940 er Jahre) werden keine Lonkalonkas mehr gefertigt. (MVL, Birgit Scheps-Bretschneider, 26.06.2020)
Kultureller Kontext
Bardi [Volk] (Herstellung)
Reproduktion
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