Das Gefäß ist komplett mit hellbeiger Engobe überzogen und mit rotbrauner Engobe bemalt. Auf beiden Seiten ist ein Hirsch dargestellt, Rücken, Hals und Kopf braun, Bauch und Beine hellbeige, typisches blattförmiges Ohr, heraushängende Zunge. Die Landschaft in der sich das Tier bewegt ist durch eine gewellte doppelte Linie unter den Hufen des Tieres angedeutet. Mittig über den Gefäßkörper verläuft ein Band mit Rautenmuster, in diesem Bereich ist auch der Henkelausguss angesetzt.
Der Hirsch gehört zu einem ganzen Komplex plastischer und gemalter Einzeldarstellungen und Szenen, die die rituelle Hirschjagd thematisieren. Die Jäger sind wie Krieger gekleidet und veranstalten in einer wüstenartigen Landschaft eine Treibjagd auf die Tiere. Das schraffierte Feld auf dem Gefäß deutet Netze an, in die die Tiere hineingetrieben werden. Die überkreuzten Beine und die heraushängende Zunge des Hirsches zeigen seinen Erschöpfungszustand.
Der Hirsch erscheint in der Moche-Kunst nicht nur in realistischer Form, sondern auch in halb menschlicher Form und als Krieger ausgerüstet. (Claudia Schmitz)
Kultureller Kontext
Moche (geographisch-stilistische Einordnung - [Herstellung])
Reproduktion
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